Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVII. (1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- – (sequence 365)
- Language
- German
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Exegetische Miszellen. Von Rabb. Dr. Alfred Jacobs• I. In einer jüdischen Zeitung wurde vor einiger Zeit die Frage aufgeworfen, warum מקצה und משסנץ ohne Dages geschrieben werden, obwohl der Ausfall des נ (von טמן) die Dagessierung erfordert. Es erfolgten Antworten, die sieh im wesentlichen au! das stützen, was Gesenius Gramm. § 20 Abschnitt 3b, § 35 1 Anm. gesagt wird. Soweit ich feststellen kann, ist eine einheitliche Behandlung und Begründung in den Grammatiken nicht durchgeführt. Es ist aber undenkbar, dass der Ausfall bezw. das Setzen des Dages beim Zusammentreffen mit Sewa nicht nach bestimmten Lautgesetzen vor sich gegangen sein sollte, und dass diese Lautgesetze also die starke oder schwache Aussprache des betreffenden Konsonanten, nicht massgebend gewesen sein müssen für Ausfall oder Nicht-Ausfall in der Niederschrift. Im Folgenden soll ein kleiner Versuch gewagt werden, das Problem zu ergründen. Gesenius begnügt sich mit der Feststellung, dass ein Ausfall ״in erster Linie“ bei waw und jod, bei lamed, mem und nun erfolgt, sodann bei den Zischlauten, besonders, wenn gutturalis nachfolgt, endlich bei Koph. Der Fehler, den man begeht, wenn man das Problem auf die ״in erster Linie-Fälle“ beschränkt, scheint daher zu kommen, dass man nicht unterscheidet, ob es sich um Zusammentreffen von Dages und Sewa handelt: 1.) nach dem Artikel, 2.) nach dem waw bahipncb, 3.) naeb Vorgesetztem מן (dazu gehören auch die Verben primae nun) 4.) bei Dages forte in Piel, Pual, Hithpael. * Man vergegenwärtige sich demgegenüber, dass nach dem Artikel, wie wohl allgemein infolge Vergleichung mit der arabischen