Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVII. (1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- – (sequence 213)
- Language
- German
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Ubersetzungsprobe zu Dorot Harischonim Th. I c.1} Von Dr. Samuel Halevy, Leipzig. Die letztenTage der Hasmonäer und die Regierung Herodes. In den letzten Tagen der Hasmonäer überzog sieh der Himmel Palästinas mit düsteren Wolken and den in ihrem Lande wohnenden Söhnen Israels ging die Sonne plötzlich unter. Nach einer Periode des Glanzes, des Wohlergehens und tiefen Friedens unter der Königin Salome, der Gattin und Thronerbin des Alexander Janai, trat dann plötzlich eine verhängnisvolle Wendüng für Israel ein, durch den Zwist der beiden Bruder, Hyrkanus und Aristobul, der Söhne des Alexander Janai, welche beide als Zöglinge von Sadduzäern ihrem Volke geistig völlig fremd waren. Die Sadduzäer förderten mit allen Mitteln den Aristobul, welcher schon während der ganzen Kegierungszeit der Königin Salome ihr Gönner und Beschützer war, Hyrkanus wiederum gab sich ganz in die Hände seines Freundes, des Idumäers Antipater, indes das Volk mit Entsetzen dem Schauspiele zusah, das die beiden ihm gleich widerwärtigen Brüder boten. *) Der Sohn des berühmten Verfassers des Geschichtswerkes Dorot Harischonim veröffentlicht hier seine Übersetzung der Einleitung und der zwei ersten Kapitel ans dem Teile, der die Zeit von Ende der Hasmonäerherrschaft bis zu der Verwaltung der römischen Landpfleger umfasst. Der Übersetzer will damit zeigen, dass sich die Schriften seines Vaters ins Deutsche übersetzen lassen, ohne an ihrer Wirkung zu verlieren, und beabsichtigt damit geeignete Kräfte zu veranlassen an diese Aufgabe heranzutreten. Red.