Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVII. (1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- – (sequence 170)
- Language
- German
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wurden bei Privatlehrern auf Kosten der Gemeinde unterrichtet and dann den Eltern überlassen. Das hat aber keinen Zweck. Seit 8 Jahren wurde die Gemeindescbule errichtet, in der Unterricht in Religion, Schreiben und Rechnen und seit 1810 auch in Er anzosisch erteilt wird u.s. w. Der Hauptzweck bleibt, Rabbiner zu schaffen; und mehrere Zöglinge der ersten Klasse sind schon so weit, bald nach bestandenem Examinum Rabbinerstellen würdig bekleiden zu können. Mendl Hirsch.“ Mendi Frankfurter legte im Jahre 1815 seine Herzenswünsche, dass seine Nachkommen in den Wegen des jüdischen Gesetzes wandeln mögen, in einer Niederschrift dar, deren Original, wie die, der erwähnten Briefe sich im Besitze eines seiner Urenkel, des Herrn Leo Mendelson in Hamburg befindet. Da er sich mehrfach wiederholt, folge hier die Übertragung in ihren Hauptzügen: Um die Ehre des barmherzigen Gottes, der der Bildner seiner Geschöpfe ist, dass meine Seele ruhig ist in dieser und jener Welt, und um meiner Liebe willen zu Euch, meine Freunde, Söhne und Töchter, meine Schwiegersöhne und Schwiegertöchter und Enkel, die ihr lange leben möget, habe ich mich entschlossen, Euch zum ewigen Gedenken und der dauernden Nacheiferung Worte der Wahrheit niederzuschreiben, damit ihr glücklich seied und Eure Seelen ruhig und froh werden. Ich lerne von Abraham, der, obwohl er vor der Gesetzgebung lebte, doch seinen Nachkommen angelegentlichst ans Herz legte, die Wege Gottes zu wandeln. ich habe nichts Neues anzuordnen, ich habe nur zu sagen, dass Ihr der Thora und deren Gesetze treu bleibt, die erprobt sind vom Anbeginn. Hütet Euch, dass Ihr den Ewigen und seine Lehre nicht vergesset; denn Eure Augen sahen all die Gnade und all die Güte, die Gott mir angedeihen liess. Er gab mir die Kraft, Euch zu ernähren, Euch die Thora und ihre Gebote zu lehren und Euch auf den rechten Weg zu führen. Ich bitte Euch, meine Freunde, meine Kinder, neiget Euern Sinn nicht zu den Neuerern, die sieh mühen, das Herz der Jüngfinge vom Rechten und Wahren abzulenken zu den To’im, zur Verbreitung der Irrlehren, die geeignet sind, die Gottesfurcht aus dem Herzen zu reissen. Irrt Ihnen nicht nach, erziehet Eure Kinder,