Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVII. (1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- – (sequence 166)
- Language
- German
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1156 lassen es nicht besser zu.“ Er verlöbte sich 1769 auf Wunsch seiner Eltern mit der Tochter des Juda Löh Isaac in Altona. Ein aasserst charakteristisches Bild des Briefstils jener Zeit mit der Vorliebe fär Fremdwörter bietet der Briefwechsel des Mendel Frankfurter mit seiner Braut Zipora. Sie hatten sich auf Veranlassung der Eitern verlobt, ohne sich gesehen zu haben. Die zwei ersten Briefe, die sie wechselten, mögen hier ihren Platz finden. Mendel Frankfurter an seine Braut am 24. Adar I 5529: Allerliebste Freundin, an die schöne züchtige und kluge Jungfrau, die gepriesene Braut Zipora. Der Mittwoch war für mich der glücklichste Tag, den ich .mir wünschen konnte, da mir an demselben die zwischen uns glücklich zu Stande gekommene ewige Verbindung gemeldet war, wozu ich ihr, liebe Zipora, leblang bestens gratuliere und herzlich Masseltow wünsche, und um deren Beständigkeit wir Gott mit vereinten Kräften gemeinschaftlich bitten wollen. Meine dadurch empfundene Freude, eine solche liebenswürdige Person, wie sie mir von meinen lieben Eltern beschrieben worden ist, zu besitzen, finde ich mich wirklich zu schwach, mit der Feder zu exprimieren. Ich werde vielmehr, so lange uns der liebe Gott beisammen lassen wird, suchen, dieses persönlich zu zeigen. Ich werde auch niemais aafhören. dem 1. G. wegen der mir mit Ihrer wertesten Person geschenkten Gabe ewig zu danken und ihn wegen Ihrer beständigen Konservierung zu bitten. Dies ist alles, was ich mich heute, ihr liebe Zipora, zu sagen mich unterstehe. Mit dem Anfang der nächsten Woche werde ich nach Leimen returnieren und gleich nach meiner uaehhausekunft werde ich mich unterstehen, ihr, meine allerliebste Zipora mit einem kleinen Präsent aufzuwarten. Da nun der Wohlanstand oder vielmehr der allgemeineGebrauch erfordert, dass ich ihr mit einem zweifachen Schreiben aufwarten sollte, so bitte ich, inline vielgeliebte Zipora, mir diesen kleinen Staatsfehler zu verzeihen und vorderhand gütigst für empfangen anzunehmen und mich baldigst einer kleinen Antwort zu erfreuen. Ich verbleibe unterdessen Ihr auf ewig treuer Freund und Bräutigam, der für Ihr langes Leben fleht Menaehem Mandel.