Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVII. (1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- – (sequence 153)
- Language
- German
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Zur Genealogie Samson Raphael Hirsch,s. Von Rabbiner E. Duckesz in Altona. Die Thora kehrt immer wieder zu ihrer früheren Heimat zurück. Der göttliche Funke, der in dem Ahnherrn lebte und wirkte, der ihm Geist und Seele erwärmte und sie dem Studium der heiligen Wissenschaften eignete, kann nicht verlöschen; er sprüht wieder auf im Enkel, im Urenkel. So wird eine Folge von Geschlechtern Träger der heiligsten Güter des Judentums. ״Gedenket der Tage der Vorzeit, betrachtet die Jahre der Geschlechter“, hierzu bemerkt S. R. Hirsch, ״dringet ein, suchet Einsicht in den Zusammenhang der auf einander folgenden Geschlechter", wie sie gelebt und was sie geschaffen haben. Es bleibt unvergessen und auf bewahrt tief wie auf dem Grunde des Meeres. Und was nie mehr in uns erklang, das werden unsere Kinder in ihrem Blute singen hören, denn sie erben alles und wir haben alles geerbt.“ Diese Aussprüche bestätigen sich in der Familien״rappe, der Samson Raphael Hirsch entstammte. Da lohnt es hinabznsteigen in den Schacht der Vergangenheit, um zu ergründen, wer die Ahnen des grossen Mannes waren, wie sie lebten und was sie auszeichnete. — Das Wort Goethes ״Wohl dem, der seiner Väter gern gedenkt, der froh von ihren Taten, ihrer Grösse den Hörer unterhält“ nimmt einen immer grösseren Raum in unserem Herzen ein. Auch unsere Alten, unsere Vorfahren pochten gar manchmal auf ihr , Jichns‘*; jedoch ihnen war die Muße nicht gegönnt, den Gang der Ereignisse durch Niederschrift lestzuhalien. Wie konnte man auch im schweren Druck finsterer Jahrhunderte genügend Ruhe finden, Geschehnisse sorgfältig aufzunehmen. Wir aber, die wir in helleren, wenn auch noch von manchen Schatten beeinträchtigten Lichte lehen, wir besinnen nns unserer Väter und erforschen die Jahre der Geschlechter. Ein Lichtstrahl nach dem andern wiift seine Reflexe auf unsere Tage aus längst vergangenen