Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVI. (1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- – (sequence 360)
- Language
- German
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322 sein nämlich drückte dem arbeitsreichen Manne gar oft die Feder in die Hand, um in der Tagespresse für seine Ideale zu kämpfen. In diesen für den Tag geschriebenen Artikeln״ zeigt sich das hohe Ethos, der feste Charakter, das warme, mitfühlende Herz eines herrlichen Menschen, der energisch, furchtlos und voller Temperament für das ein trat, was er für wahr, richtig und wichtig erkannt hatte. Der Platz Hildesheimers in der ersten Reihe der Kämpfer für Schutz und Erhaltung der Heiligtümer des jüdischen Volkes, seine selten zu findenden, hohen persönlichen Eigenschaften sind bei vielen heute schon nicht mehr in so lebhafter Erinnerung, wie sie es sein müssten, um ihm den gebührenden Rang in der Geschichte einzuräumen. Israel Hildesheimer sprach, was er dachte, und schrieb, wie er sprach. Jeder Aufsatz von ihm zaubert das Bild einer geschlossenen herrlichen *Persönlichkeit vor das Auge des Lesers, und lässt erkennen, welchen Einfluss sein Wort und seine Tat - * haben mussten. Der Herausgeber des uns vorliegenden Buches der für die Erhaltung und das Aufblühen des von seinem Vater1 gegründeten Rabbinerseminars so erfolgreich arbeitet, hat durch die Veröffentlichung der hier gesammelten Aufsätze sich ein Verdienst um die jüdische Geschichte erworben. Diese gesammelten Aufsätze, diese aus der Vergessenheit heraufgeholten Zeitungsartikel eines unseres einflussreichsten und bedeutendsten Führers des vorigen Jahrhunderts werden es dem Historiker ermöglichen, Israel Hildesheimers Person und Wirken so darzustellen, wie es den Tatsachen entspricht. Goethe und das Alte Testament von Leo Deutschländer Frankfurt a. M. 1923. Omonuth Verlag 199 S. Der Verfasser beschenkt uns mit einem sehr schönen Buche, das uns die Bibel als die ständige Begleiterin Goethes in seinem ganzen Entwicklungsgang zeigt, vom Elternhause angefangen bis zu seinen spätesten Lebensjahren. Dieser ״Versuch den Einfluss des ewigen Buches auf eine Persönlichkeit wie Goethe zu schildern“ *