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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1924-01-01 · XVI. (1924) · page 356

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVI. (1924)
Date
1924-01-01
Page
– (sequence 356)
Language
German
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. 318 Listen und entbehrten der Almemorliturgie Erst mit deren Aufnahme gab es Memorbücher. Auch in den Landstrichen mit polnischer Liturgie ist die synagogale Verwendung von Märtyrerlisten bekannt. Letztere sind zumeist viel eingehender noch, als die deutschen1). Und doch —, der Name ״Memmern“ ist dort unbekannt. Denn es fehlt ihnen vor allem die Grundvoraussetzung für ein Memorbuch, die unerlässliche Almemorliturgie; und diese erst macht das Memorbuch. Zu meiner Überraschung hörte ich nun auch wirklich im Gespräch mit Gemeindevorstehern öfter, dass diese von ihrem ״Almemorbuch“ sprechen, und auf mein Vorhalten hin, dass sie nie an eine andere Ableitung gedacht hätten. Darunter ein allgemein und religiös höchst gebildeter Verwalter eines alten Mb. in Fürth. Ihr gesundes Empfinden führte sie auf den richtigen Weg. Es sei zur Unterstützung unserer Annahme noch einer Tatsache Erwähnung getan. Das Memorbach lag (oder liegt) jahraus, jahrein, auf dem Almeraor, damit es sich in steter Reichweite des Vorbeters befinde. Ist es da etwa verwunderlich, wenn man dieses Buch nun auch Almemorbuch nannte? Wenn sich nun dann die gekürzte oder mißstaltete Form Memorbuch, und weiterhin Memmern bildete, so finden sich dafür im Bereich des jüdischen Kultus genügend Vorbilder. Dass — post hoc ergo propter hoc — man auch hier und da an memoria denken musste, ist begreiflich. — Zu meiner Befriedigung finde ich nun auch bereits eine Stütze für meine Ansicht. J. Nobel erwähnt in dem von ihm neu bearbeiteten תוצאות חיים Baers, 1900, S. 306f. zweimal das ״Almemorbuch“ der Klaus in Halberstadt. Auch Duckesz אוה למושב zitiert S. 7 ein Almemorbuch. Wir sind am Ende. Vielleicht haben unsere Ausführungen den Erfolg, dass das Interesse der Allgemeinheit mehr auf das Gebiet der Almemorbücher gelenkt wird. Diese sind, besonders in ihrem Nekrolgteil, offizielle Urkunden der Gemeinden, für die Nachweit gefertigt, und oft vom höchstem Wert für die Kultur-, Personen- und Gemeindegeschichte der deutschen Juden und es würde eine ף sie fuhren den Titel מזכיר נשמות ,קונטרסים °der סנקסאות• Typen davon veröffentlicht von Brann in קובץ דך des Mekize Nirdamim-Vereins Jg. 1898, von Lewin das. 1903 u. von .Wetstein in Ztschr. 1907 המצפה S• 6•

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