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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1924-01-01 · XVI. (1924) · page 252

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVI. (1924)
Date
1924-01-01
Page
– (sequence 252)
Language
German
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IRI
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14צ nach der Tekufath Tischri beginnen [nach Taanith 10a], auch da richten wir uns nach Tekufath Samuel und sind jetzt bereits mehr als 13 Tage im Rückstand gegenüber der Tekufoth Raw Ada! Als ich im Jahre תרמ״ד bei meinem Schwiegervater מדר ר מרדכי עמרם הירש דצל, dem späteren Hamburger רב weilte, bekam er von einem Herrn Friedländer eine Tabelle, welche den Tag der שאלה nach dem jüdischen Datum auf ein Jahrhundert im Voraus - berechnete, zugeschickt, mit der Bitte um seine הסכמה. Ich sagte zu ihm damals, es sei mir zweifelhaft, ob man berechtigt sei oder ob es angezeigt sei sich auf ein Jahrhundert im Voraus darauf festzulegen. Es könnte doch eine Zeit kommen, dass die massgebenden גאוני הדור einsehen werden, dass es nicht richtig sei mit der שאלה immer weiter in Rückstand zu bleiben, immer tiefer in den Winter hineinzukommen und die תפלת ותן טל ומטר um noch mehr Tage zu verkürzen. Es ist doch möglich, dass man dann die Einrichtung treffen wird zu der alten Übung, wie es im Abudarham und im בית יוסף No. 117 steht, zurückzukehren und die שאלה auf den 22. November zu verlegen. Mein Schwiegervater דל erteilte dennoch die הסכמה fügte aber den von mir gemachten Vorbehalt hinzu. Friedländer druckte daraufhin seine Tabelle mit der הסכמה, hat aber den Vorbehalt weggelassen. Genau so hatte ich es meinem Schwiegervater vorausgesagt. Ich erwähne das hier aus folgendem Grunde. Die Agudas Jisroel hat sich das in meinen Augen sehr grosse Verdienst erworben, den Rabbinisehen Rat ins Leben gerufen zu haben. Ein Forum von גאונים ורבנים aus allen Ländern der Golah, wie es seit Jahrhunderten nicht vereint gewesen. Ist es allzukühn die Hoffnung auszusprechen, dass diese Körperschaft sich in absehbarer Zeit einer unbestrittenen Autorität allüberall erfreuen wird, und dann in der Lage ist an die Lösung dieser Frage heranzugehen? Ein Beschluss des Rabbinischen Rates die שאלה im obigen Sinne zu regeln, eventl. die Tekufah des R. Ada statt der des Samuel zur Grundlage zu nehmen, wäre dann kein gewagtes Unternehmen und würde in der ganzen Diaspora anerkannt werden, vergl. ברכי יוסף שיורי ברכה סי׳ רכ״ט ושרת מהר״ם שיק סי׳ צ". In der Gemara steht nur ובגולה עד ששים בתקופה, welche Tekufah gemeint sei, das steht nicht ausdrücklieh, es könnte ganz gut die Tekufah des R. Ada damit gemeint sein. Logischerweise müsste man es annehmen, denn wie lässt es sich

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