Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVI. (1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- – (sequence 208)
- Language
- German
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170 finden, sind für den behandelten Gegenstand belanglos. Abraham Epstein bei N.-Gh. ist ein anderer als der Vater unseres M. E. Bei Zunz findet sieh eine Zusammenstellung der ihm bekannten Gelehrten des Namens Epstein. Am Schlüsse der Zusammenstellung trennt Z. Micbl Epstein, den Autor und angeblichen Rabbiner von Michl Epstein, der in תורת הקנאות erwähnt wird. Da Fr. seinerseits auf תורת הקנאות hinweist, so stehen seine Hinweise mit einander in Widerspruch. Aus der besondern Anführung des ודה scheint andererseits hervorzugehen, dass Fr. den Verf. der ק״ש mit dem in ודה genannten für identisch hält. Mir scheint auch kein Grund vorzuliegen, den kabbalistisch angehauchten Autor des ק״ש und andern Schriften dieser Gattung nicht mit dem von Jakob Emden erwähnten zu identifizieren. Woran ich zweifle, ist, ob eben dieser ein rabbinisches Amt in Pr. ausgeübt habe. Die weitere Angabe Freimanns, dass unser Autor ein Schwiegersohn Mordecbai Jäfes, des Verfassers der Lebuschim war, ist sicher eine irrtümliehe. Aus dem Hinweise auf das Werk עיר תהלה (Gescb. d. Juden in Brest-Litowsk), das ich nicht zur Hand habe, ist zu ersehen, dass es sich um einen Sohn des aus der Responsenliteratur der Zeit bekannten Brester Rabbiners Abraham Epstein bandelt. Der Brester Rabbiner war aber nicht der Vater des fraglichen Autors. Aus den Titelblättern der älteren von Löwenstein in Gesch. d. Juden in Fürth III (s. No. 32 und No. 218) beschriebenen Ausgg. ersehen wir, dass der Autor bezeichnet wird als בן הר״ר אברהם סג״ל עפשטיין אשכנזי חתן הדיין המעויין המנוח מהדר יום טוב אופנהיים זצלה״ה. Zumindest wäre doch der Vater des Autors als אב״ד bezeichnet. Angesichts dieses Um- Standes muss man auf weitere Nebenbeweise chronologischer Natur verzichten. Es sei aber doch noch bemerkt, dass der ״Lebusch“ vielemale erwähnt wird ohne die mindeste Andeutung, dass der Autor jemals mit ihm in einem so nahen Verwandtschaftsverhältnisse stand. Freilich ist auch hier das Eigene vom Fremden schwer zu scheiden. Zum Schlüsse möchte ich noch Löwensteins Note in G. d. J. in Fürth II S. 34, in der alles über M. E. und dessen Deszendenz in Fürth (Fürth wird einige Male in ק״ש erwähnt) zusammen getragen ist, erwähnen. Am Ende der Note bezweifelt L. die Identität des Autors mit Jechiel Mich), dem Rabbiner von Prossnitz. Die Existenz eines Rabbiners in Prossnitz namens Jechiel Mich! b. Abraham Epstein steht also auch für Löwenstein ausser Frage.