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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1924-01-01 · XVI. (1924) · page 201

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVI. (1924)
Date
1924-01-01
Page
– (sequence 201)
Language
German
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Notizen zur Geschichte der Juden in Prossnitz. Von Bernhard Wachstein, Wien. In seiner Abhandlung über die Geschichte der Juden in Prossnitz in diesem Jahrbuch XV S. 26ff. briugt Jakob Freimann in dankenswerter Weise 39 von Dr. B. Porges aufgenommene Prossnitzer Grabschriften zum Abdruck. Einige dieser Gtabschriften lagen Kaufmann bei seiner Zusammenstellung der Wiener Exulanten in Prossnitz (Letzte Vertreibung S. 185—186) vor. Jetzt, wo die Texte vorliegen, kann auf das eine oder das andere^ näher eingegangen werden. I. Der Kabbalist Elieser b. Ävigdor. No. 14 der Prossnitzer Grabschriften betrifft den Kabbalisten Elieser b. הדר Avigdor aus Wien, gest. am ersten Pessachtage 463 1. April 1703. Kaufmann 1. c. nennt ihn den grossen Kabbalisten und vermutet in *dessen Vater j*nen Avigdor aus Wien, der 1678 als Rabbiner in Glogau verstarb. Über die Bedeutung Eliesers als Kabbalist lag K. sicherlich keine andere Quelle als die Grabschrift vor, die Elieser als המקובל הגדול bezeichnet. Ob dieses Lob den Tatsachen entspricht, muss man auf sich beruhen lassen, dass aber Avigdor, der mit הדר tituliert wird, mit dem Glogauer Rabbiner Avigdor Karo b♦ Schneor Phöbus (vgl. Wachstein, Inschriften des alten Wiener Judenfriedhofes S, 219) nicht identisch sein kann, geht schon aus dem Texte der Prossnitzer Grabschrift hervor. Welche grössere oder geringere Bedeutung der Kabbalist Elieser auch gehabt haben mag, für die Kenntnis des innern Lebens der Wiener Juden scheint es mir nicht bedeutungslos zu sein, seine Aszendenz in Wien zu ermitteln. Der Name Avigdor, der in den U*

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