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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1924-01-01 · XVI. (1924) · page 121

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XVI. (1924)
Date
1924-01-01
Page
– (sequence 121)
Language
German
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84 Elias uqd Jonas, 1609 Esajäs, 1621 Josias, 1629 Daniel, 1656 David, 1588 Abraham, 1582 Michael, 1582 Jeremias, 1582 Samuel. Aach Jacob bezeichnet demnach noch keinen Juden. Vgl. Caro, Sozialu. Wirtschaftsg. d. Juden I, Leipzig 1908, S. 188. Aus obigem Grunde ist auch die Identifizirung manches anderen Studenteu unmöglich, so bei dem am 22 Oktober 1703 immatrikulirten Moyses Humbert, dem am 14. März 1766 inskribirten David Sandis und dem am 21. September 1769 eingetragenen Jos. Sckeinis aus Fägakum. Zu Seite 1: Universitäts-Studium in Dorpat vgl. Meisl, Haskala, Berlin [1919], S. 66 f. Zu Seite 2. Die ״Frage, ob ein Christ mit gutem Gewissen einen Judenarzt* brauchen könne“, behandelt ernsthaft und eingehend auch Schudt, jüdische Merkwürdigkeiten IV 182 ff. Zu1699 ׳, Wulff Benjamin. ״Wölfl (Benjamin) ben Zebi Hirsch, ein Medicus im 18. Seculo, hat; von verschiedenen Arzneymitteln unter dem Titel Über desiderü in jüdisch-deutscher Sprache geschrieben, welches Werkchen zu Hanau 1726 in 12° gedruckt worden“ (Yung, Alphabet* Liste aller gelehrten Juden, Leipzig 1817, S. 434). Zu 1716, Salomon Isaak Fortis. Etwas mehr Licht fällt auf das Schicksal des Salomon Fortis durch einen bisher unbekannt gebliebenen Konflikt, in den er mit den Pachtern des Breslauer Toleranz-Impostes 1733 geriet, die ihn von ihm forderten, weil er nicht zu den in Breslau handeltreibenden polnischen Juden gehöre, sondern eines Prozesses wegen sich hier auf halte. Auch aus den kaiserlichen Zoll-Amts- und Accis-Büchern gehe nicht hervor, dass er Waren ein- und ausführe. Auch seine Glaubensgenossen hätten ausgesagt; ״Derselbe sei gar kein polnischer Handelsmann in Jarislaw, sondern sei dem Studio medico obliegend auf christlichen Accademien in Italien herumgewandert vo^ letzlich zu Frankfurth den gradum Doctoris angenommen habe, in und unter welchem qualibre er sich auch in Jarislaw aufhielt und mit etlichen Curen, meistentheils aber mit Glieder und Kunst Spielen [sic] seine Zeit passiret, dergleichen auch hier an ihm observiret worden“, Die Toleranz-Pächter ersuchten, trotz des von ihm beigebrachten Zeugnisses eines Privatmannes über Wareneinkauf ihn und die sich für seinen Anhang ausgebenden Salomon David v. Fürth und David Fortis von Mantua zum Toleranz-Impost heran ziehen zu dürfen. Fortis erwiderte, er sei ein polnischer Kaufmann in Jaroslaw, stehe unter sächsischer Protection, wie ein von ihm beigelegtes Hofmarschall-Attest vom Jahre 1731 erweise, wies Einkäufe bei Breslauer Kaufleuten nach UDd bat, auch seinen DLner vom Toleranz-impöst zu befreien (Notiz im Nachlasse Prof. Branns-Breslau aus dem Breslauer Staats-Archiv AA II 21 f). ״Fortis, Moses, ein Medicus, der bei Gelegenheit des hiesigen Aufenthaltes des Hofstaates des polnischen Prinzen Con־ stantin hier sich aufbält, auch kein negotium ausser der Mediein treibe, wurde

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