Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVI. (1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- – (sequence 106)
- Language
- German
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Jakob bereits verstorben. Seine Heimat war Halle. Seine Vorbitdüng genoss er bei dem collegiam med. chir. in Berlin. Er kam nach Frankfurt nur, um zu promovieren. Mit dem Dr. Wolf aus Halle, dem Vater des bekannten Aufklärers Wolfsohn, ist er nicht identisch. Der Dr. Wolf ist weit älter. Auch mit dem Dürener Arzte Salomon Wolff hat er nichts zu tun, denn dessen Vater Dr. Wolfl praktizierte in Bonn und Cöln. Die Familien Jakob Wolf und Wolf Jakob werden bereits 1713 in Halle genannt. Ein ״Doktor der Medizin Wolf4 bewarb sich 1816 in Warschau um das Bürgerrecht.1) Am 18. September 1802 wurde Wolfgang Warburg, 23 Jahre alt, an der medizinischen Fakultät immatrikuliert. Sein Vater Martin war damals bereits verstorben. Seine Heimat war Halberstadt. Dort hatte er auch seine Vorbildung genossen. Er wird als Privatgelehrter und doktorandus bezeichnet. Da der Vorname Martin sich im Stammbaume der Familie Warburg wiederiindet, und die Halberstädter Warburgs wahrscheinlich einer ihrer Zweige sind, so gehört auch wohl Wolfgang in diesen Zusammenhang. Am 11. Oktober 1802 wurde Jonas Meyer in die medizinischen Fakultät eingegliedert. Sein Vater war der Kalischer Dr. med. ac consiliarus aulicus Meyer. Seine Vorbildung hatte er in Breslau genossen. In einer Bemerkung wird gesagt, er sei noch zu prüfen gewesen und für reif befunden worden. Der Vater führte den Titel eines polnischen Hofrats, stand 1793 beim Einzug des preussischen Königs Friedrich Wilhelm II. an der Spitze der Kalischer Gemeinde, bedurfte zu polnischer Zeit für seinen städtischen und ländlichen Besitz keiner Konzession, besass zwei Häuser am Ringe ״und ein Vorwerk vor der Stadt, und es wird gar nicht darauf gesehen, ob er ein Jude ist, sondern nur, oh er ein guter, rechtschaffener Mensch ist.44 Der Sohn ist der spätere (1810) Kalischer Arzt Dr. Jonas Mejer, der Hufelands Schrift: ״Guter Rat für die Mutter“ im Pamietnik warsz. T. I Seite 237 ins Polnische und Annalen des klinischen Instituts an der Wiinaer Uni- J) Univ.-Matr. 11 596, Jew. Eue. VI 176, Israelit IV 22, 70, Landau, Gesch. d. jüd. Aerzte S. 122. Zu Jakob Levin in Halle und seinem Hamburger Enkel Wolf Abraham von Halle s. Freiidenthai, Familie Gompeiz S. 314 f. Dubnow, die neueste Gesch. d. jüd. Volkes II 223. 2) Univ.-Matr. 11 596, oben unter 1794.