Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVI. (1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- – (sequence 104)
- Language
- German
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67 Im Judenverzeichnis von Breslau aus dem Jahre 1790 findet sich sein Name nicht.1) Am 9. März 1801 wurde Hirsch Enocb, f>3 Jahre alt, bei der medizinischen Fakultät eingeschrieben. Sein Vater war bereits verstorben, seine Heimat war Stargard in Pommern. Seine Vorbildüng genoss er in Bützow in Mecklenburg, figuriert jedoch nicht in der Matrikel dieser Universität, die 1789 mit Rostock vereinigt wurde. Auch hier wird er nicht genannt. Bei diesem Enoch ist gleichfalls mit der Möglichkeit zu rechnen, dass ein Mitglied der Familie Halle gemeint sei.2) Am 17. November 1801 wurde der ״doetorandus“ Heimann Holländer bei der medizinischen Fakultät immatrikuliert. Sein Vater war bereits verstorben, seine Mutter wird Sahra Joackin Holländer genannt. Seine Heimat war Teschen in Schlesien. Seine Vorbildüng batte er auf der Königsberger Universität genossen.3) Am 6. Dezember 1801 wurde Itzig Michaelis, 23 Jahre alt, bei den Medizinern eingeschrieben. Sein Vater war bereits verstorben, seine Mutter lebte in Glogau. Seine Vorbildung hatte er auf dem ״gyrnn. Joachim.a (JoachimsthaPsehen Gymnasium-Berlin?) genossen, und er war sodann Lehrer gewesen. Er ist Verfasser des Buches : ״Der Hausarzt oder Regeln zur Erhaltung der Gesundheit und hei einer zustossenden Krankeit sich durch Heilmittel zu heilen, von Michaelis, ausübender [sic] Arzt zu Posen. Erster Teil 96 Kapitel, Zweiter Teil 40 Kapitel (125 Seiten).u Das Werk, in deutscher Sprache geschrieben, war noch 1896 handschriftlich vorhanden, ist aber bereits 1812 in Breslau mit jüdisch-deutschen Buchstaben gedruckt worden. In Glogau subskribierte ein lsr. Michelis auf die JwSo-Ausgabe Breslau 1823, Ludwig Michaelis auf Plessners נוזלים מן לבנק, Berlin 18 53, und Isidor Michaelis auf Fiirstenthal, Rabbinische Anthologie, Breslau 1834.4). 1) Univ.-Matr. II 579, Mitteil. Prof. Dr. Brauns-Breslau. 2) Univ.-Matr. 11 580, Mitt. d. H. Landrabb. Dr. Silberstein-Schwerin; vgl. oben unterm 21. April 1800. s) Univ.-Matr. 11 588. Wie mir H. Rabbiner Dr. Leimdörfer-Teschen mitteilt, ist über diese Familie Holländer in den dortigen Matrikeln niehts za finden. 4) Univ.-Matr. 11 589, meine ״jüd. Aerzte in Gro-spolen* S. 38, Vierter Nachtrag zum Katal. d. Biblioth. d. Sy n.-Gern. za Breslan, Breslau 1886 S. 18.