Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVI. (1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- – (sequence 90)
- Language
- German
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u Am 5. Mai desselben Jahres folgte Veibel Meschulam Bonde, gleichfalls der medizinischen Fakultät angehörig. Sein Vater wird als verstorben, seine Mutter in Prag lebend bezeichnet. *Im Jahre 1777 wird ... [in Danzig] ein Contract mit dem Arzte Phoebus, Sohn des Meschulam מהר פייבש ב, מהר משולם aus Prag abgeschlossen. Er erhält eia Jahrgehalt von 20 Dukaten, wozu die Gemeinde 12*/a, die Gesellschaft (für Krankenpflege) 7A/2 Dukaten zu zahlen hatte. Dafür hat er das Krankenhaus und di$ Armen der Gemeinde mit ärztlichem Beistand zu versorgen. Von den übrigen Gemeindemitgliedern wird ihm für den ersten Besuch 2 Fl., für jeden folgenden 3 Achtehalber (5 Sgr. preuss.), für jeden Nachtbesuch gleichfalls 2 Fl. bewilligt. Interessant ist die Bedingung, die er in diesem Contracte stellt. Weil es ihm nämlich nicht möglich sei, den Gottesdienst stets zur festgesetzten Stunde zu besuchen, so soll es ihm verstattet sein, ein מנין, zehn Erwachsene, in seinem eigenen Hause zu versammeln, was auch unter dem Vorbehalte genehmigt wird, dass keine Gemeindemitglieder dazu verwendet werden sollen, um die Einkünfte der Gemeinde nicht zu beeinträchtigen.״״ Ob die beiden identisch sind? Hat, falls das Jahr 1777 richtig ist, Bonde im späteren Lebensalter noch die Universität Frankfurt bezogen? Der ״erfahrene Arzt״״ Meschulam Bondi, der von 1741 bis 1760 in Prag arztete, ist wohl sicherlich sein Vater. Sein Name figuriert unter den Notabein, die 1759 R. Jeeheskel Landau als Oberrabbiner nach Prag berufen, wobei er Gemeindearzt genannt wird. Aus dieser Prager Familie sind zahlreiche bedeutende Männer hervorgegangen. 1832 wird ein Arzt am jüdischen Hospital in Krakau namens Bondy genannt. Ein Dr. Philipp Bondi war 1874 Rahbinpr in Brandeis an der Elbe. Das Geschlecht ist anscheinend italienischer Herkunft und der Familienname einer Ortschaft als Heimatname entlehnt.1) J) Univ.-Matr. II 428, Stein, Gesch. der Juden in Danzig, Danzig 1860, S. 33 f., Zeitschr. f. hebr. Bibliogr. XIX 24, Zeitschr. f. d. Gesch. der Jud. in Deutschi. V 375, האשכול VII, Krakau [1813, S. 184, K&melhar, מיפת הדיר» Munkasz 1903, 8. 16, Archiv d. jüd. Gern. Kempen Fach 16 VoL 12. Za den Prager Bondis s. Fürst, bibl. jud. I 125, Jahrb. f. d. Gesch. der Juden und des Judent. IV, Leipzig 1869, S. 169, אברת מחלת a* a* 0. S. 71, Michael, Or ha Chajim S. 47, Jahrb. d. jüd.־lit. Ges. X 3, Jew. Enc. III 303 f., רשפי קשת, Hannover 1831, S. 96, Brüll, populär-wissensch. Monatsbl., Frankf. a. M. 1894