Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XV. (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- – (sequence 220)
- Language
- German
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Die Bedeutung der Qeri Kethib, ein Beitrag zur Geschichte der Exegese. Von Dr. Simon Bamberger in Bad Kissingeu. אמר רב יהודה אמר שמואל משום רבי מאיר, כשבאתי אצל רבי ישמעאל, אמר לי בגי מה מלאכתך? אמרתי לו לבלר אני. אמר לי בני הוי זהיר, שמלאכתך מלאכת שמים היא שמא תחסיר או תותיר אות אחת, (Embin 13).נמצא אתה מחריב כל העולם V orbem erkung. Ein berühmter Forscher hat einmal den Satz ausgesprochen, dass die wahre Exegese sich stets einfach nnd schlicht nie von der Richtschnur entferneu. darf, welche die Überlieferung vorgezeichnet hat, überall nur das Eine im Auge haben muss: jede Mannigfaltigkeit und Verschiedenheit in Eintracht zu verbinden. Die Exegese der neueren Zeit verfährt vielfach anders. Sie folgt oft nur ihrem eigenen Ingenium, sucht überall Neues und Auffallendes, sucht alles zu verwirren, fühlt sich berufen, durch ihre angebliche Vollkommenheit, durch selbstherrliche Verwirklichung ihrer Ideen und Theorien schrankenlos alles zu zerstören und niederzureissen, was die nach ihrer Ansicht finsteren, voreingenommenen Anschauungen der Alten und Erfahrenen verkünden. Die moderne Kritik lässt sich in erster Linie von einem Zeitgeist leiten, der, über Hohes und Erhabenes lachend und spottend dem Altertum Flachheiten andichtet und alles, was an Mystik zu grenzen scheint als Erfindung späterer Zeiten ausgibt. Immer und immer wieder glaubte man, neue Gedanken in die Welt hinausrufen zu׳ müssen, nichts wurde verschont, auch vor dem Höchsten durfte