Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XV. (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- – (sequence 198)
- Language
- German
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195 . ״Ain Reisiger von seinem Leib — — — 4 ß 8 d. Ain geendter ״ ״ ״-״ 4 ״ 2 Ain Armer ״ ״ ״-״ 2 ״ 1“»). So blieb es bis ins 18. Jahrhundert. Von da ab griffen für den Judenzoll bis zu seiner Aufhebung verschiedene andere Tarife Platz. Um 1788 bis 1789 zahlt bereits bei der Banptniant zu Salzburg ein berittener Jude 32, ein Fussgänger 16 kr. Für jeden Bedienten eines Juden wird 32, für jeden Pack oder ״Pinkl“ und für jeden Gulden des Geld-Erlöses eines Handelsjuden wird 78/נ kr. gefordert. Ein armer hat bloss 8 kr. zu zahlen. Za Werfen war die Gebühr für reitende und gehende Juden wie in Salzburg. In Raphenberg hingegen war sie viel geringer und betrug gleichmassig für Reiter,״ Reisende und Fussgänger bloss 7 kr. In Tittmoning war die unterschiedslose Taxe 8 kr., ebenso auch in Teisendorf2). Auch in Salzburg selbst verringerte sich um 1790 die gesetzliche Gebühr auf nur 24 kr. pro Kopf3). Die Vorschrift wurde jedoch niemals einheitlich beobachtet. Der höchste Tarif galt im Passauischen, das später Salzburgisch wurde. Dort wurde für jeden jüdischen Passanten die Gebühr von 45 kr. eingehoben, zeitweise sogar 1 Fl. 30 kr. 4). Selbstverständlich hatten die Juden auch noch die für jedermann vorgeschriebenen Zoll- und verschiedenartigen Warenaufgelder zu entrichten, die von der Tarifgattung des betreffenden Handelsartikels abhingen. Sehr interessant ist hiebei ein wie der Judenleibzoll ebenfalls schon in den ältesten Mautordnungen mehreremals erscheinender Tarif für einen ausschliesslich jüdischen Handelsartikel, nämlich für — Ethrogim. Die Juden scheinen mit dem Artikel von Triest und Venedig her einen schwungvollen Handel nach Österreich und Böhmen — wo Juden ansässig waren — getrieben zu haben, wobei sie die Grenzen des Salzburgischen Gebietes berührten 5). Interessant ist dabei auch die Benennung der Ethrogim als ״Paradeys Aepflu, was das hohe Alter dieses auch jetzt noch vielfach üblichen Namens für l) Spatzenegger 74. *) Siehe ebenda. s) Siehe ebenda. 4) Siehe ebenda. ä) Von ״einer böhmischen Steuer für Esrogim im 18. Jahrhundert1* herichtet die Wochenschrift: ״Jüdische Volksstimme“ in Brünn Nr. 34 Jahrg. 1913 1*י