Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XV. (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- – (sequence 122)
- Language
- German
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belebung gefeiert haben. Was in unserer Gemara weiter folgt, scheint mir ein Nachtrag zu sein, der uns sagen will, dass auch während des zweiten Tempels der 15. Ab ein Freudentag war, weil an diesem Tage das Holzfällen für den Altar beendet wurde. Die ganze Einrichtung des קרבן העצים stammt aus der Zeit Esras und Nehemias (Neh. 10,35 u. Taanith 28a). Und erst zu dieser Zeit wurde m. E. der 15. Ab als יום תבר מגל gefeiert. Nach der Zerstörung des zweiten Tempels wurden sicherlich keine Keigentänze mehr aufgeführt. Sehen wir doch, dass sogar die üblichen freudigen Veranstaltungen bei Hochzeiten verboten wurden, vgl. Sota 49 a, Gittin 7 a. Die Trauernden um Zion streuten Asche auf ihr Haupt, dort, wo früher die עמדת התנים (die Kronen der Bräutigame) als Schmuck prangten. Nach dem Fall von Bethar,״ nachdem die letzte Regung jüdischer Selbständigkeit in blutigem Ringen niedergeschlagen wurde, wobei jüdisches Blut buchstäblich in Strömen geflossen war, haben die Weisen Israels ihrem heroischen und unverwüstlichen Gottvertrauen ein Denkmal gestiftet und haben dem Tischgebet eine neue ברכה hinzugefügt (ברוך הטוב והמטיב), als sie die Helden und Märtyrer jenes ruhmvollen Kampfes bestatten durften. Dieses Denkmal ברוך הטוב והמטיב wurde am 15. Ab gestiftet. Für Reigentänze war .die Zeit wahrlich nicht geeignet. Sie werden wiederkehren, wenn sich erfüllen wird das Wort; אז ימלא שחוק פינו — אז תשמח בתולה במחול. Dafür bürgt uns die Verheissung des הטוב והמטיב.