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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1923-01-01 · XV. (1923) · page 98

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XV. (1923)
Date
1923-01-01
Page
– (sequence 98)
Language
German
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95 es: ״Testim. inscriptionis tantum“. Das soll heissen, dass er in Frankfurt lediglich das Zeugnis über die geschehene Eintragung in die Matrikel zu besitzen wünschte, jedoch nicht studieren sondern promovieren wollte. Dazu stimmt gut, dass er bereits vor mehr als vier Jahren, am 29. Oktober 1775, als Mediziner in die Leydener Matrikel eingetragen worden war. 1805 wird in Amsterdam ein Arzt Simon genannt (1(ר שמעין רופא). Am 9. März 1780 wurde der Candidat Aaron Joel bei der medizinischen Fakultät eingetragen, als dessen Vater Isaak Joel und als *dessen Heimat Halberstadt angegeben wird. Auch hier die Bemerkung: ״Testim. inscriptionis tantum“, da es sich nicht um einen Studenten sondern um einen Candidaten handelte. Er promovierte hier noch in demselben Jahre mit der Dissertation: Dissert. inaugur. De Hernia umblicata, Frankfurt 1779. Seine Familie war in Halberstadt — wenn dieselben immer wiederkehrenden Namen .uns zu dieser Meinung Anlass geben dürfen — seit mehr als einem Jahrhundert ansässig. Als ihr Stammvater dürfte alsdann der gelehrte und verdienstvolle Parnass R. Joel ben Jehuda gelten, der 1678 in Halle starb und in Halberstadt seine letzte Ruhestätte fand. Aron Joel war von 1675 bis 1678 mit seinem Diener regelmässiger Besucher der Leipziger Messen. Isaak ben Joel, der 1707 starb, wird von dem Halberstädter Memorbuche als Wohltäter gerühmt. Vielleicht war der Vater unseres Candidaten sein Enkel und ist identisch mit dem Berliner Isaak Joel, der 1753 — 61 eine Stepp- und Schattirfabrik betrieb, und in ihm dürfen wir möglicherweise den Schutzjuden Isaak Joel erblicken, der 1759 für zwölf Thaler jährlich das Schloss Babelsberg bei Potsdam zur Anlage einer Tapetenfabrik pachtete. R. Aron Sturm ha-Cohen in Halberstadt wird 1725 als Spender eines Vorhanges für die dortige Synagoge genannt, und Mordechai ben Aron ben Joel Halberstadt war 1713 Kassenkontrolleur der Berliner Gemeinde. Unser Dr. Aron Joel, der auch den Familienname Sturm (שמורים) trug, war 1749 in Halberstadt geboren und wurde 1780 oder kurz da- ג) Univ.-Matr. 11 478, Alb. stud. ac. Leyd. Batav., Haag 1875, col. 1120: 29. Oct. 1775 Simon Hertz Neomago Glems. Ann. ac. Med. nach einer Mitteilung des Herrn Sigmund Seeligmann-Amsterdam. Einen Samuel Simons und Abraham Simons in Nymwegen erwähnt Freudenthal, Familie Gomperz S. 367 Anm. 1. יזמירות ישראל Fürth 1805, Subskribentenverz.

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