Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XV. (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- – (sequence 90)
- Language
- German
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87 In der bibliographischen Beschreibung seiner Werke wird in dieser Quelle noch ein Anhang zum עמודי בית יהודה, betitelt: עדן p המאמין, אשר נטעתי ממין פרי הרב רבינו משה בר מיימון מבני אבי יהודה מבית לוי genannt und hierbei der Verfasser als ״der jüngste Sohn seines Vaters“ bezeichnet. Auch vindiciert sie ihm ein ״Gedicht zur Feyer des Einweihungs-Tages des akademischen Gymnasiums zu Mitau in hebräischen Versen verfertigt und übersetzt, Mitau (1775). 12S.40“, sowie ״Handschriftlich, jetzt auf der Bibliothek des Gymnasiums illustre zu Mitau x Hebräische Gedichte.“ Bernouilli zeigt sie in seiner ״Reise durch Brandenburg" u. s. w. Bd. 3 S. 243 als in Kurland gedruckt an. Dies ist ein Irrtum; sie sind niemals gedruckt worden, und bestehen grösstenteils aus Übersetzungen Lichtwerscher Fabeln, die Levi, der Vorrede nach'1769 in Mitau verfasste." Carmoly1) zeichnet mit Berufung auf das Titelblatt des בדם עין גדי ein phantasievolles Bild des Lebensganges Hurwitz' und sagt: ״Hurwitz, Sohn eines Rabbiners in Wilna, wurde in dieser Stadt geboren. Sein Vater bestimmte ihn zum Rabbiuate aber er zog die Laufbahn des Arztes vor und studierte in Italien. . . Dort gewann er Geschmack an der hebräischen Poesie, in der er einen ausgezeichneten Namen sich erwarb. In sein Vaterland zurückgekehrt wurde er zum Arzt der jüdischen Gemeinde seiner Geburtsstadt ernannt, sodann in Zamose." In der angegebenen Quelle steht aber nichts vom ״Rabbiner in Wilna", nichts von seiner Geburtsstadt, nichts von seiner Bestimmung zum Rabbiner, nichts von’ seinem Studium in Italien, nichts von seiner Geschmacksgewinnung und nichts von dem Gemeindearzte, uud schliesslich ist nicht Zamosc gemeint sondern das Samland oder Samogitien. Carmoly teilt noch mit, dass auch Belinfante, wohl der Amsterdamer Dichter und Prediger Isaak Cohen Belinfante (st. 1781), Hurwitz in Versen gefeiert habe, die dessen עמודי בית יהודה vorgedruckt seien. In Wilna wird überliefert, ״dass dort sein Grabstein stehe, auf dem er als "״הרופא הפלסוף bezeichnet werde 2). Am 19. Januar 1774 wurde Ely Naphtalisson bei der medizinigchen Fakultät inskribiert. Sein Vater war der Kaufmann ג) Historie des med. juifs S. 233 f. 2) Fünn a* a. 0.