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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1923-01-01 · XV. (1923) · page 72

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XV. (1923)
Date
1923-01-01
Page
– (sequence 72)
Language
German
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69 Seine medizinische Tätigkeit wird folgendermasseu gewürdigt: ,,Er promovierte in Halle mit einer Dissertatio de spasmis et motibus eonvulsivis optimaque ejusdem medendi ratione und unternahm dann eine Studienreise nach Holland und England; hier trat er in freundschaftliche Beziehungen zu einem der hervorragendsten Praktiker jener Zeit, dem durch seine Untersuchungen über Diphterie und über Trigeminusneuralgie allbekannten John Fothergill zu London (1712—1780). Er siedelte sich darnach in Hannover an und war hier bis zu seinem Tode 1789 praktisch und wissenschaftlich tätig. Marx trat lebhaft für die Anwendung der Eicheln als Adstringens und als Diäteticum ein, die zu seiner Zeit in Aufnähme kam; dafür zeugen seine Schriften ״Bestätigte Kraft der Eicheln, Hannover 1776“, und ״Geschichte der Eicheln nebst Erfahrungen über die Diät und den medizinischen Gebrauch derselben, Dessau und Leipzig 1788.“ Wie aus den Titeln hervorgeht, zählte Marx neben Croneberg zu den ersten jüdischen Ärzten, die in deutscher Sprache schrieben. Auch seine ״Anweisung, wie man Blatternpatienten auf eine einfache und wenig kostbare Art behandeln soll, Hannover 1784“, seine ״Abhandlüng von der Schwind-Lungensucht und den Mitteln wider dieselbe, Hannover 178414 und die gegen Herz und andere Bekämpfer einer raschen Leicbenbestattung gerichtete polemische Abhandlung ״Über die Beerdigung der Todten, Hannover 1787“ sind in deutscher Sprache verfasst. Lateinisch schrieb Marx ausser seiner Inauguraldissertation ״Observata quaedam medica, Halle 1772“ und ,,Observationum medicanim pars prima, Hamburg 1774“. B. Böhm hat diesen ersten Teil 1780 in das Die Mitteilung aus den handschr. Aufzeichnungen Ros?nthals nbermitte’te mir H. Seminarlehrer M. Zuckermann-Hannover. Marx’ Grabschrifr lastet (nach Gronemann, Genealogische Studien, Berlin 1913, hehr. Teil S. 98); הביטו העוברים וראו פה נקברה גוית מרדכי הרופא מהנובר ו־ק מיהו אילם נשמתו בציוד החיים צרורה אמת מעטים ימי חייתו ורבים על לכתו בדרך נכונה . .. יתנו מעלליו... ובעט ברזל׳לע״ה יחקקו ה״ה התורני מרדכי הרופא מהנובר כ״ז טבת. Rosenthal ist der Meinung, dass Marx der Bruder der Empfängerin des bekannten Clever Scheidebriefes ist, der seiner Zeit (1760) so grosses Aufsehen machte, und verweist auf איר הישר• Aber der dort Nr. 1 erwähnte Arzt war der Gatte einer geborenen Neub rg und wohnte in Mannheim. Über den Sohn des Dr. Marx, den unverheiratet gebliebenen Arzt Leiser in Hannover, s. Gronemann, deutscher Teil S. 135.

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