Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XV. (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- – (sequence 32)
- Language
- German
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29 Daher kam es, dass die vielen Häuser und Häuschen noch jetzt nur 54 Nummern zählen und 4 bis 5 Häuser zu einer Hausnummer gehören. Die Synagoge (Schul) lag dicht an der Stadtmauer. Sie soll schon 1540 und früher dort gestanden haben1). In den Grundbuchfragmenten fand sich nur zweimal das Datum 1649 2 *). Im Jahre 1674 ist der Tempel durch den Ankauf einer Bastion vergrössert worden. 1850 erfolgte abermals eine Erweiterung. Am 8. September 1904 fand die Einweihung des neuen Gotteshauses statt. Als Friedhof wurde den Juden ein Platz ausserhalb der Stadt, und zwar dicht an der Stadtmauer, eingeräumt, vom Plumenauer Tor an drei Zitadellen entlang bis zum Brunner Tor. Der älteste Grabstein, der sich erhalten hat, datiert von!654*). Dieser Friedhof blieb bis 1802 im Gebrauch, dann musste ein neuer an entfernterer Stelle angelegt werden. Uber die Judenstadt wurde seit altersher ein Grundbuch geführt. Die alten Grundbuchblätter waren im Jahre 1750 schon so morsch, dass ein neues Grundbuch angelegt werden musste, dessen Führung dem Rabbiner übertragen wurde4). 3. Rechtliche Stellung. Die grosse Feuersbrunst, welche im Jahre 16905) P. einäscherte und der auch die Judengasse zum Opfer fiel, vernichtete wohl die alten Privilegien, Akten und Protokollbücher der Judenstadt. Der Kabbalist R. Zebi Hirsch b. Jerachmiel Chocz aus Krakau schreibt in der Vorrede zu seinem grossen Kommentare zu den תקוני זהר, den er 1706 in Amsterdam unter dem Titel חמדת צבי veröffentlichte: והיה שריפת אש בק״ק פרוסטיץ ונשרף כל הבירה ותיבה זו עם החבורים שלי נצבו במו נד בתוך שלהובא דנורא. ולא שליט בהו לא חבל ולא גירא. והפלאה זו ראו וכן תמהו.כל אנשי העיר מרבא ועד זעירא. Diese Kiste mit Schriften und ein einziges Judenhaus blieben unversehrt. In den Schweden- 0 Faktor a. a. 0. S. 36. a) Kaufmann, Die letzte Vertreibimg usw. S. 186 Anm. 4. 8) Siehe Anhang. 4) Gemeindebuch p. 150 b. 5) Nicht 1698 wie bei Kaufmann a. a. 0.