Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XV. (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Stilistische und sprachliche Bemerkungen im babylonischen Talmud. Von Dr. Berthold Jeiteles in Prag. Im folgenden sollen in zwangloser Reibe die Forderungen zusammengestellt werden, welche im babylonischen Talmud an den sprachlichen Ausdruck gestellt werden, wenn es sich darum handelt, Lehrsätze vorzutragen, welchen stilistischen und logischen Regeln Lehrer und Schüler zu folgen haben. Im Anschlüsse daran folgen einige Bemerkungen sprachlichen Inhaltes, die im Talmud gemacht werden, Wort- und Namenerklärungen, Äusserungen über fremde Sprachen u. s. w. Es wird streng verlangt, dass der Schüler den Wortlaut genau so citiere, wie er ihn von seinem Lehrer gehört hat. עדיות (1פ״א מ״א אלא שחייב אדם לומר בלשון רבו, selbst dann, wenn der Ausdruck des Lehrers nicht ganz verständlich ist und zu einer Missdeutung Anlass geben könnte. (Siehe die Commentare zur Stelle!) Mit besonderer Auszeichnung behandelt der Talmud den Schüler, der sich genau an das Wort des Meisters hält. Als leuchtende Beispiele werden genannt ר חייא בר אבא, der seinen Lehrer 2ר יוחנן) und דחבא מפומבדיתא. der ד יהודה wörtlich genau citiert, דדייק ונמר 3 שמעתת, מפומא דמרא). Auch ד הובא ברי' דר איקא wird derselbe lobende Ausdruck zuteil. Bei der nur mündlichen Überlieferung der Lehrsätze — das Niederschreiben war ja verboten — musste es naturgemäss vorkommen, dass kleine Varianten im Wortlaute entstanden. Wenn diese aber nicht sinnstörend erschienen, wurden alle als richtig und gleichberechtigt anerkannt. 0 עיי' ברכו, מז. בכורו4 ה. 2)ברכו״לג: י) ברכו* לג: פסהי' נב: Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft XV. X