Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIV. (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- – (sequence 245)
- Language
- German
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- Opatów 1× ep/1047788
- Pinsk 1× ep/1045440
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237 gekommen sei, sei ihm die Erlaubnis zur Immatrikulation seitens des preussischen Königs [Friedrich 1] erteilt worden. Tie! empfand er die Kluft, die ihn von den nichtjüdischen Kommilitonen trennte. Er fühlte sich vereinsamt und sehnte sich nach einem Freunde, mit dem er die religiösen und Universitäts-Studien betreiben wollte. Darum schrieb er diesen Brief nach Halle, in welchem er darauf aufmerksam machte, dass er 21/2 Jahre zu den Füssen des Rabbiners in Pinsk (Lithauen) R. Isaak Meir Frankel gesessen habe, der ״Doktor und Rabbiner״ war. Als Ort seiner Herkunft bezeichnet er Ratno (s. ö. von Brzesz in Lithauen) und als bisherigen Wohnort Opatow in Kleinpolen. Einen Monat später, am 27. Cheschwan, antwortete ihm Walieh, dass sein Vater ihn gebeten habe, Halle nicht zu verlassen1), und dass Assur Marx2) ihm ehrenhaften Unterhalt und die Benutzung seiner Bibliothek gewähre, und endlich dass in Halle bedeutende Männer wirken, insbesondere der, von ihm schwärmerisch verehrte und gepriesene Professor Hoffmann.* Mit Stolz konnte er darauf hinweisen, dass er gleich seinen Kommilitonen den Degen trage, und darob sei des Staunens kein Ende. Walieh wollte in Halle bleiben, und Samuel möge zu ihm kommen. Ob das geschehen ist, entzieht sich unserer Kenntnisa). In Altona übte er seine ärztliche Tätigkeit aus. Dass er aber bereits am!) Üniv.-Matr. II 257, Freimann, Zeitsehr. f. hebr. Bibliogr. XIV 118 ff., Monatsschr. 1918 S. 347; 2) Freimann a. a. 0. S. 118 Anm. 8 meint, dass Walieh den Hamen seines Gönners nicht nenne, und findet es *nicht unwahrscheinlich, dass es Magnus Moses, der Schwiegersohn des Hoffaktors Moses Benjamin Wnlff, gewesen ist, der ... später sein Schwager wurde“. Allein der Name des Gönners ist deutlich in dem Briefe mit den Worten genannt (S. 122): כח IV ויחי הנעתי הנה מצאתי נתן ה‘ לי כלבבי עצתי מלא וכל משאלותי כי האיש אש׳ר אני אוכל לחמו מ אש'ר שמנה לחמו והוא יתן מעדני מלך איש שלומי אשר בטחתי בו הוא ולא סני בלאו הכי כי על כן עברתי למקום הזה ... אך באש״ר דברתי כן הוא בי מאז היטב ייטיב עמי... Das ist kein anderer als Ascher b. Mordechai oder Assur Marx, der 1704 zn den Privilegierten gehörte (Israelit IV, Mainz 1864, S. 22). Weiteres über ihn s. Freudenthal, Ans der Heimat Mendelssohns S. 25 Anm. 3, Fürst, Bibi. jud. HI Vorw. S. XXIII. Vgl. noch Znnz, Zur Geseb. n. Lit., Berlin 1845, S. 230. Nachträglich finde ich die Mitteil, über Marx durch Freudenthal, Zeitscbr. f. hebr. Bibliogr. XIV 158, bestätigt. 8) Mein Versuch, die bisher ungedruckte Hallenser Matrikel zu benutzen, war erfolglos.