Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIV. (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- – (sequence 93)
- Language
- German
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R. Simon ben Lakisch als Lehrer der Halacha und Agada. Von Dr. Isak Unna, Rabbiner in Mannheim. 1. Das Leben R. Simon ben Lakischs. Den Mittelpunkt des geistigen Lebens in Palästina bildete in den letzten Dezennien des 2. Jahrhunderts der gew. Zeitrechnung die Stadt Seppboris. Hier verbrachte R. Jehuda Hannassi die letzten 1? Jahre seines Lebens. Er batte Sepphoris zu seinem Aufenthaltsort gewählt, weil es hoch gelegen war und weil die heilkräfiige JLuft seinem geschwächten Körper besonders zuträglich war. Das Lehrhaus des Patriarchen war der Sammelpunkt der erlauchtesten Geister: R. Kappara bar Chama, den er zu seinem Nachfolger bestimmte, R. Jannai, neben R. Chija und R. Osehaja, den Redaktoren der Tosephta, Bar Kappara und R. Ephes, der später nach dem Süden Palästinas ging, R. Chama und Levi, ferner auch R. Elieser Hakappor, R. Simon ben Jehozadak, R. Elieser ben Perata und sein Sohn R. Perata, R. Menaehem ben R. Simai, Abba Aricha, der später den Ehrentitel ״Rah“ erhielt n. v. a. Unter den jüngsten Schülern war Jochanan bar Xapcha. Er erzählt später selbst*), dass er noch stehend den Lehrvorträgen folgte, als Rab bereits unter den älteren Schülern war, die in den vorderen Reihen den Verhandlungen sitzend beiwohnen durften, und dass ״Feuerfnnken dem Munde Rabbis und Rabs entfuhren“, so dass er dem hohen Gedankenfluge manchmal gar nicht folgen konnte. Aber trotzdem offenbarte sich schon die künftige Grösse des einstigen .חולין נ״ר ע״א, קל״ז ע״ב (■