Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIV. (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- – (sequence 67)
- Language
- German
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59 die Reihenfolge der Würzburger Rabbinen und au! die Zeit ihre* Wirksamkeit ein neues Licht. Israel Wiener war nach Angaben des Fürther Memorbuchs (vgl. Kaufmann 1. c.) zuerst Rabbiner in Ungarisch Brod, dann in Pinsk und schliesslich im Kreis Würzburg. Nach dem Heidingsfelder Memorbuch (vgl. meine Blätter 1. c. n. 30, wo das dort im Text zuerst genannte Heidingsfeld auf einem Druckfehler beruht) war er zuerst in Holleschau und dann in •Ungarisch Brod, Pinsk und Würzburg. Dass er in Pinsk amtierte, geht aus der Approbation seines Sohnes Simeon zu הגדה עם פיי עבודת הגפן (Offenbach 1722) hervor; über die Zeit seines dortigen Aufenthalts konnte ich nichts ermitteln. In Holleschau hat er wohl 1686—1688 gelebt. x Sein Wirken in Ungarisch Brod lallt in die Jahre 1688—1695. Dass er 1688 schon dort war, zeigt die Vorrede zu שער אפרים (Sulzbach 1688). Im Jahre 1695 schreibt er dort die Approbation zu ויקהל משה, wo in der Überschrift bemerkt wird, dass er im gleichen Jahre nach Würzburg berufen wurde. Der in Heidingsfeld von ihm verkündigte חרם und angeordnete מי שברך in Bezug auf den איסור סתם יינם (vgl. Heiz Bamberger 1. c, p. 37 u. 42) datiert aus dem Jahre 1695. Am 22. Siwan 1696, also einige Wochen vor seinem Ableben, approbiert er in Heidingsfeld סדר תפלה דרך ישרה. Seine Approbation zu משתה יין ist am 14. Ab 1695 in Ungarisch Brod ausgestellt. Demnach hat er kaum ein Jahr lang im Würzburger Kreis gewirkt. Sein Schwiegersohn und Amtsnachfolger Mordechai Jeiteles approbiert in Heidingsfeld am 7. Tischri 1696 das obengenannte סדר תפלה דרך ישרה und am 15. Siwan 1700 das ס* ביה אבות (ei. Neubauer Catalogue Cod. 387). Die sonst von ihm bekannten Approbationen sind in Prag ausgestellt, wo er längere Zeit als Appellant (Rabbinatsbeisitzer) fungierte. Näheres über ihn findet sich bei Herz Bamberger 1. c. c. 39 *) und in meinen Blättern V, 93, wo, wie schon oben bemerkt, seine Berufung nach Hanau als irrtümlich zu streichen ist. Zu den dort anfgeführten Approbationen seien hier noch jene zu 1691) השן משפט) zu 1694) ש״ע א״ח) und ף Sein Vater Isachar Bär b. Löb Jeiteles, ein hochgeachteter und durch vielseitiges Wissen auf talmuäischem und profanem Gebiete hervorragender Gelehrter, starb in Prag iui Tamns 1693 (Hock p. 165). Das von Bamberger ]. c. angegebene Sterbedatum ist der Zeit nach unmdgUch.