Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIV. (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- – (sequence 56)
- Language
- German
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48 pforteo, hohen wal vnd breiten graben umbfangen. Ist noduspatiu m bawen für vielen familien. 2. Ob die Juden welche allda wohnen dem Giraffen angenehm seyen, vnd ob sie von den bürgeren vbel traktet od. molestirt werden, auch ob sie Schätzung bezahlen von Ihre wonungen. ß. Uf diesen puncte neben dem das J. g. Ihnen den Juden die seligkeytt als das beste wünschen, antwortt selbst die statt dass J. g. ihnen Ihre zeitliche wolfart erlaubter weiss gew. gönnt 1). Darbei zu wissen, dass J. G. von Rom. Key. Meyt vnd dem Römischen Reich wegen der Judischeit sonderlieh für mehrteils andern Stenden* des Reichs, privilegirt seindt. Derenthalben sie den für zwey Jharen die Juden, so eine geraume Zeit vnter d. Vormundtschafft keine bleibenden ört zu Hanaw gehabt, widerumb auf vnd angenomen, auf mass vnd weise wie die Capitulation, dero extract hiebey verfügt, mitbringt. Welches J. G. unterlassen hatte, da dieselbe die Juden zumal in dero gebiet nicht dulden kunte. — Von den Bürgern bleiben sie Vnmolestirt, daweil sie weniger nicht als die Bürger vnd andere vnderthanen in schütz vnd schirm Hoch und wolgedachtes Ihres Landtsherrn seyen, dessen b&fehlhaber bey recht vnd gleich sie handtbaben vnd vnbilliche ge walt gebürlich von Ihnen ab wenden. Schatzung Zahlen die Juden wie die Christen auch, dass ist die Reichssteuer per cento f. frankfurter wehrung fünff batzen Jherlichs. Die Reiche, so Ihre nahrung vnd reichthumb anzuzeigen bedencken tragen, zahlen 50 f. Jherlichs. — Für Ihre Wohnungen zahlen sie nichts. Allein daweil Ihnen grundt vnd boden gegeben wirdt, darauf! zu bawen vnd garten zu machen ob sie wollen zahlen sie dafür (als, viel Ihrer hir seindt) für iede Rute, das ist für 1272 werk schuch 1/2 goltg. Der nur ein klein Hauss hat Zahlt wenig, der ein grosses Zahlt mehr pro quota. Ingleichen für den garten. Sunsten zahlen die Juden so allhie seindt Jherlich ordinariamente *) Der erste Satz (״Uf diesen puncte“ bis ״gew. gönnt“) hatte ursprünglieh folgende Fassung: ״Der Landsherr, Graf zu Hanau x mochte wünschen, dass alle Juden Christen weren, vnd so viele ihre Religion respective betrifft, können sie I. G. nicht angenehm sein.- Sunsten das politisch Werk betreffend, sind sie I. G. wie alle Menschen angenehm“. — Diese Fassung wurde wieder gestrichen and obiger Text an dessen Stelle gesetzt.