Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIV. (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- – (sequence 41)
- Language
- German
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33 Ara folgenden Tage wurde seine irdische Hülle zu Grabe getragen. Aus nah und fern strömte die Menge herbei, um dem allverehrten Rabbi das Geleite zu geben. Über seine Familie sei Folgendes mitgeteilt. Nach dem Tode seiner ersten Gattin Süsse, die am Mittwoch, 22. Schebat (13. Februar) 1822 verschied und in Hanau beerdigt wurde, schloss er eine zweite Ehe mit der Witwe Gite1) aus Gelnhausen, Tochter des Abraham Bär aus Bockenheim; die Hochzeit wurde am 2. Tebet (3. Dezember) 1823 in Kesselstadt geleiert. Bei seinem Ableben hinterliess R. Mose Tubioh zwei Kinder aus erster Ehe. Nathan (Nate), der einzige Sohn, starb hochbetagt in Hanau am Donnerstag, 6. Cheschwan (30. Oktober) 1862. ״Reb Nate״ war der Mittelpunkt eines Kreises von Thoragelehrten, die sich in seinem Hause versammelten, 1842 einen Talmud-Thora Verein gründeten, regelmassig ihren Gemoroschiur lernten und durch ihr jüdisches und profanes Wissen eine Zierde der Hanauer Gemeinde bildeten2). Durch ein Leben voll Gottesfurcht, durch Vertrautheit mit der Gotteslehre, die er im Elternhause in sich aufgenommen, durch edle Taten, die er im Leben reichlich geübt, durch Geduld in Leiden, von denen er vielfach heimgesucht war, hatte er sich einen Namen erworben, der den Tod überdauerte. Sein Heimgang wurde tief betrauert. Ausser Rabbiner Felsenstein hielt auch Rabbiner S. R. Hirsch aus Frankfurt a. M. eine Leichenrede. Seine erste Gattiu Edel, mit der er 1790 den Ehebund schloss, war eine Tochter >) Gite hatte zwei Brüder, Eleasar und Josef; 1826 verlobten sich zwei Söhne des damals schon verstorbenen Eleasar mit zwei Töchtern ihres Onkels Josef. 2) Ausser dem Genannten gehörten zn diesem Kreise Isack Daniel Oppenheim, Abraham Stern, Mose Pressburger, Mose Werner, Michael Fürth, Herz Grebenau, Salomo Hichenberg. Auch ihre Nachkommen waren begeisterte Anhänger des überlieferten Judentums. Der oben genannte Isack Daniel Oppenheim hat seine acht Kinder in diesem Sinne erzogen und sie sind auch unter gegnerischen Einflüssen den im Elternhause aufgenommenen Grundsätzen treu geblieben. Sein Sohn Karl, der von Hanau zuerst nach Frankfurt und später nach Trier übersiedelte, hat alajpgeisterter und hochgebüdeter Jehudi ©in dauerndes Andenken hinterlassen. Ein anderer Sohn, Hermann, der in Luxemburg lebte, ist die gleichen Wege gewandelt und im 86. Lebensjahre ins Jenseits eingegangen. (Vorstehende Notizen verdanke ich einer freundlichen Mitteilung des Herrn Isack Oppenheim in Frankfurt, Sohn des Herrn Her־ mann Oppenheim). Jahrbuch der J. L. G. XIIL 3