Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIV. (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- – (sequence 32)
- Language
- German
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In hohem Greisenalter starb Michael am Donnerstag, 5. KisleW (22. November) 1838. Seine erste Gattin Reichel war die Tochter des Rabbiners Zbi Hirsch1) und Enkelin des R. Abraham (Abusch) Lissa2), der 1768 als Rabbiner von Frankfurt a. M. sein Leben beschloss. Seine zweite Gattin war Breinche, Tochter des Abraham Stern von Hanau. Eine Tochter des R. Benjamin, namens Rebecka, wurde die Gattin des aus Frankfurt a. M. gebürtigten, a. 1788 als Stiftsgelehrter und später als Landrabbiner in Hannover angestellten Mordechai (Markus) Adler (st. 1834), dessen Sohn und Nachfolger Nathan Adler als Chiefrabbi 1890 in London aus dem Leben geschieden ist. Rebecka starb im Alter von 92 Jahren a. 1858 in Hannover3). Eine andere Tochter des Rabbiners Benjamin, namens Hanle, wurde die Gattin des Rabbiners Samuel in Gelnhausen, deren Tochter Rebecka mit Abraham Berend. Sohn des Rabbiners Isachar Berisch, in Hannover verheiratet war und nach dessen Ableben (1807) eine zweite Ehe mit Ephraim Mayer daselbst einging; sie starb 1861 in Hannover; deren Sohn Samuel Mayer war Nachfolger des obengenannten Nathan Adler als Landrabbiner in Hannover (1845—1882) 4). Esther, Tochter des obengenannten Michael und Enkelin des Rabbiners Benjamin, war mit Kalmann Kobn verheiratet und starb in Hanau in der Sabbatnaeht 15. Elul (8. September) 1816. Zum Schluss sei nodh bemerkt, dass, nach einer von einem Nachkommen des R. Benjamin mir gemachten Mitteilung, dieser sich als Enkel des R. Ja'kob Schur (Sohn des R. Efrairn Salomon Schur, Vrf. des תבואות שור und Enkels des Saul Wahl) bezeichnete. Im letzten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts war Hanau die Zufluchtsstätte einer grösseren Zahl unserer Glaubensgenossen, die infolge kriegerischer Ereignisse aus Frankfurt a. M. und anderen Städten zu fliehen gezwungen waren, worüber Näheres in B e i ־ 1 a g e 6 berichtet wird. ף Mose Jakob Hirsch, Bruder des Zbi Hirsch, bei Horovitz, Frankfurter Rabbinen, IV, 35; Lewin 1. c. p. 189. 2) Vgl. Horovitz 1. c. III, 65 ff.; Lewin 1. e. p. 185 ff־. Rifka Golde, die Frau des R. Abraham Lissa, starb 1764 in Frankfurt (אבני זכרון No; 3170; itn Register p. 700 ist sie irrtümlich unter Brody eingereicht): vgl. auch Jabrb. VI, 170. *) Gronemann 1. e. p. 76: II, 58. 4) Das. p. 69, 77, 146ff.: II, 116.