Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIV. (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
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18 diesem Jahr verstorbenen Schwiegervaters Israel Wiener berufen wurde1). Näheres folgt im Anhang Beil. 4. Der nächstfolgende Hanauer Rabbiner ist R. Mose Brod. Sein als talmudische Celebrität hochberühmter Vater, R. Abraham Brod2) war aus Jungbunzlau gebürtig, bekleidete die Rabbinatsstellen in Ljchtenstadt, Raudnitz, Prag, Metz und zuletzt in Frankfurt fu M., wo er 1717 in die Seligkeit einging. R. Mose kam c. 1704 nach Hanau und bekleidete die dortige Rabbinatsstelle ungefähr vierzehn Jahre lang, bis er 1718 nach Bamberg3) und von da 1733 nach Worms als Nachfolger des kurz zuvor verewigten R. Mendel Rothschild ging; dort starb er am 26. Eislew (4. Dezember) 17415). Unter dem Titel אהל משה schrieb er Be־ merkungen zu dem von seinem Vater verfassten ם׳ אשל אברהם und auch Novellen zum Talmud, die diesem Werke beigefügt sind. In Hanau approbierte er 1710 ברית 1714 ,קיקיון דיונה 1712 ,שרת רמ״א אחלי יהודה 1718 ,חידושי מה״רשא.^)!17 ,לחם/הפנים 1715 ,שלום** und שומרים לבוקר. R. Mose Brod war zweimal verheiratet. Seine erste Frau Rösche, Tochter des Israel Fürst in Hamburg5), starb in Hanau in der Nacht auf Montag, 3. Schebat 6/7. Januar) 1715. Seine zweite Frau Hindte, Tochter des Wolf Margulies Jaffe (Schlesinger) in Wien, starb Montag, 6. Elul (2. September) 1737 a) Vgl. auch den Nachruf für Jeiteles im Heidin gsfelder Memorbueh, den ich 1. c. n. 35 mitgeteilt habe. *) Sein Vater hiess Saul, seine Mutter war die Tochter des Lipmann Gräfcz in Jungbunzlau und der Sorl. Lipmann Grätz war demnach der Grossvater des R. Abraham Brod und nicht dessen Schwiegervater, wonach die von Ziemlich im Kaufmann-Gedenkbuchp. 458 angeführte Mitteilung Wibels zu berichtigen ist. Der Schwiegervater war Samuel Ulmo in Pfersee (vgl. meine Blätter II, 41), dessen Frau Esther eine Schwester des Rabbiners Meschulam Salm au Mireis in Hamburg war; deren Tochter Rechle, Gattin des R. Abraham Brod, starb 1747 in Frankfurt {nach Msc. Carmoly in der dortigen Stadtbibliothek; Name und Sterbedatum fehlen in אבני זכרון)• a) VgL Eckstein 1. c. p. 169. Gleichzeitig erging an ihn ein Ruf, das Rabbinat in Tykoczyn zu'übernehmen, den er ablehnte und jenes in׳Bamberg vorzog; vgl. Approbation zu ברית שלום (Frankfurt a. M. 1718) und *אהלי יהודה וי (Jessnitz 1719); Büber אנשי שם P• 243; Freudentbal, Aus der Heimat Mendelssohns, p. 197 u. 251. 4} Kobez al Jad III, 42; Levysohn, Epitaphien, p. 80. 5) Israel Fürst starb dort 1710; er war auch Schwiegervater des Rab׳ biners Mose Süsskrad Rothenburg in Altona.