Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIV. (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/3486266-3486289--5538-3491910- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
ל den Verurteilten Trost zuspraehen, wurde ״über diese ärgerliche Neuerung im Reiche“ Klage geführt und es erschienen mehrere Heiz- und Schmähschriften in dieser Angelegenheit1). Auf den gleichen Anlass scheint ein jüdisch-deutsches Lied zarückzuführen zu sein, das ohne Druckort und ohne Druekjahr erschienen ist2 3). Als Nachfolger des R. Elia Loans darf vermutlich R. Menschern (Man) b. Chan an verzeichnet werden. Er führte den Familien• namen Bacharach und stammte wahrscheinlich aus Frankfurt a. M.s) 1617 wurde er zu einer Entscheidung in einer strittigen Gemeindeangelegenheit dorthin berufen 4). Vorher war er Rabbinatsbeisitzer in Fulda5 6), wo er im Memorbuch als הגאון bezeichnet und eingetragen und auch seine Gattin Reehle, sowie eine in hohem Alter verstorbene Tochter Mirjam Meite angeführt wird0). Er starb in Vgl. Sehudt, Jüd. Denkwürdigkeiten, I, 301 ff.; Zimmermann I. e. p. 513. _*) ״Das &קךו von הענה sein Lied“ befindet sich, vermutlich als Unieam, in der Bodleiana (vgl. Steinschneider Katalog 3689). Eine Abschrift hiervon (Beilage 3) verdanke ich der Liebenswürdigkeit des Herrn stad. Arthur Rau in Oxford und der ebenso liebenswürdigen Vermittlung des Herrn Joseph Levy in London, wofür auch hier verbindlicher Dank ausgesprochen wird. 3) Ich nehme an, dass der in אבני זבדון No. 48t genannte und 1819 verstorbene Rabbinatsbeisitzer Eiehanan b. Mose Bacharach sein Vater war;, er ist identisch mit dem bei Horovitz (Frankf. Rabbinen 11, 18) erwähnten gelehrten R. Jakob Eiehanan. Dann wäre der 1639 verstorbene Mose (das. No. 673) der Bruder unsers Menachem und der 1665 verstorbene angesehene Gemeindekassier Eiehanan (No. 921) der Sohn dieses Mose. — Die Familie Bacharach, die teilweise aus Worms stammte, war mehrfach in Frankfurt vertreten; vgl. Horovitz das. I, 34: II, 23; Kaufmann 1. c. p. 17 n.; Dietz, Stammbuch, p. 19. Auch im Hanauer Memorbuch kommt dieser Name vor; der Vorsteher Meir, Sohn des gelehrten Israel David Bacharach, beschäftigte sich morgens und abends mit Thorastudium und starb 1626. 4) Horovitz 1. c. II, 19 n. 3. 5) In Fulda beteiligt er si«*h a. 1616 an der Entscheidung der bekannten Ritualfrage, ob in dem Falle בית הכוסות שנסרך לטרפש ומהט תחוב מבפנים נגד המרבה das Tier כשך “der שו״ת מאמר מרדכי «1 •**׳ טרפה ▼o» Morde- Chai Halberstadt, Rabbiner in Düsseldorf, wird p. 41a und 42a auch sein Votum angeführt, wobei er so bescheiden ist, von sieh zu sagen אף שאב' קטן ולא הגיע לבלל הוראה. Dort bemerkt er auch, dass er ein Schüler des früheren Bonner Rabbiner R. Chajim Treves (st. 1598) gewesen ist. 6) R. Menschern ist wohl identisch mit dem gelehrten R. Man aus Hanau, der in den Memoiren des Ascher Levy aas Reichshofen (Berlin 1913 S. 21 u. 39) genannt wird.