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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1921-01-01 · XIV. (1921) · page 11

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIV. (1921)
Date
1921-01-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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3 er starb vermutlich 1609. Näheres über ihn und sein Wirken in Oanpu konnte ich bis jetzt nicht ermitteln. Sein Sohn Josef ist l|i£ie1itümer des cod. 2215 der Bodleiana. . Sein Nachfolger auf dem Rabbinatssitze in Hainau war R• Elia b. Mosche Loanz (Elia Balschem), Enkel des bekannten Sehtadlan Josel (Joselmann) von Rosheim, der seinen Stammbaum auf Raschi und die berühmte Familie Lurie zurückführte. Er wurde am 23( Ija? (24. Marz) 1565 in Frankfurt a. M. geboren1), wo sein Vater Mosche2) als Talmudgelehrter grosses Ansehen genoss, und ihm den ersten Unterricht erteilte. Seine ferneren Lehrer waren R. Akiba Frankfurter in Frankfurt a. M. und R. Jakob Günzburg in Friedberg3). Auch in Krakau verweilte er einige Zeit, um sich durch R. Mendel R. Abigdors in die Geheimnisse der Kabbala einführen zu lassen, und kehrte von da 1594 nach Frankfurt zurück, wo er fünf Jahre verweilte. Behufs Drucklegung seiner Schriften begab er sich 1599 nach Basel, verweilte dort einige Zeit und kehrte alsdann in seine Geburtsstadt zurück. , Gegen 1600 lebte er als Vorbeter und Thoraschreiber in Worms, wo er bis 1604 verblieb und von hier das Rabbinat Fulda (1605 —1609) übernahm. Im Jahre 1609 erhielt er einen Ruf nach Hanau und darf wohl als der erste offizielle Rabbine! von dort bezeichnet werden. Hier blieb er bis 1615, wo er durch die Un~ günst der Zeiten sich genötigt sah, sein Amt aufzugeben und nach Mainz zu übersiedeln, um die dortige Gemeinde neu zu organisieren. Kohn genannt. Ein Abraham Jokoh Kohn Popers, dessen Sohn Benjamin 1734 in Prag starb und der von Hock (Die Familien Prags p. 257) als Rabbiner in Hanau erwähnt wird, kann mit dem unsrigen nicht identisch sein; ich weiss ihn aber nicht unterzubringen. Die Namen Benjamin und Abraham kommen als Vater und Bruder des Frankfurter Rabbiners vor; vgl. auch Löwenstein, Blätter f. jiid. Gesch. u. Lit. III, 101. 9 Zu dem Geburtsdatum vgl. Neubauer Cat. 2240 (Schluss), wo im Wochentag ein Irrtum liegt, da der 24. Ijar 1565 auf Dienstag fiel; vgl. ferner Ztsch. f. hebr. Bibi. VII, 26 u. 125. *) Mosche starb vermutlich 1618 in Frankfurt; vgl. של׳ת ח1ט השני No. 22 Schluss. י־) Vgl. meine Blätter IV, 54. Dass R. Elia auch Schüler des hohen R. Löb in Prag war, wie Dembitzer (כלילת רוסי H> 120) behauptet, ist aus der Approbation zu גדולת מרדכי nicht mit Bestimmtheit zu folgern.

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