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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1921-01-01 · XIV. (1921) · page 9

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIV. (1921)
Date
1921-01-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Das Rabbinat in Hanau nebst Beiträgen zur Geschichte der dortigen Juden. Von Dr. Leopold Löwenstein in Mosbach. Die erste Erwähnung von Juden in Hanau1) fällt in das Jahr 1318, nachdem König Heinrich VII. sie kurz zuvor an Ulrich II. von Hanau verpfändet hatte. Die Zahl der dortigen Juden war jedenfalls sehr gering und vermehrte sich auch nicht in den folgenden Jahrzehnten2). Im traurigen Verfolgungsjahr 1349 wird Hanau unter jenen Plätzen genannt, wo unsere Glaubensgenossen den Märtyrertod erlitten3). Der Brand des Hanauer Rathauses, der am 13. April 1351 erfolgt sein soll, wurde den Juden in die Schuhe geschoben und hieraus eine scheinbare Berechtigung zu deren Vertreibung abgeleitet4). Von der Zeit des schwarzen Todes bis gegen Ende des 16. Jahrhunderts begegnen wir nur vereinzelten Nachrichten über den Aufenthalt von Juden in Hanau. Ihre Abschaffung und Austreibung wurde 1582—1592 gründlich vollzogen5). Die erste Nachricht über einen Rabbiner in Hanau finde ich in einem Memorbuch von Endingen (Schweiz), wo R. Juda ha- Kohen als solcher aufgeführt wird. Sein Name wird auch in J) Vgl. Zimmermann, Hanau, Stadt und Land (Hanau 1902). Ich habe dieser fleissigen Arbeit verschiedene Angaben entnommen und Einzelnes berichtigt. 2) In Basel wird a. 1347 ein Judelin von Henowe genannt, der nach der Annahme Zimmermanns 1. c. p. 807 aus Hanau stammte. s) Salfeld, Martyrologium, p. 281. 4) Vgl. Zimmermann p. 36. c) Vgl. Zimmermann p. 498 ff. Jahrbuch der J* L. G. XIII. 1

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