Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIII. (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- – (sequence 229)
- Language
- German
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178 zurück, deren Halacha er meist wörtlich wiedergibt. Er unterzog den Talmud, dessen Text seit Maimuni vielfach eingehend gesichtet nnd durch die tossafistische Kritik wesentlich berichtigt worden war, einer nochmaligen genauen Durchsicht auf den in ihm enthaltenen Gesetzesstoff, obwohl dieser häufig zu besonderen Kompendien verarbeitet worden war, und dabei gelang es ihm, einige hundert talmudische Lehrsätze halachisch zu verwerten, die Maimonides unbenutzt gelassen hatte1 * *). Eine genauere talmudische Quelle gibt Jakob b. Ascher, soweit es sich um den babylonischen Talmud handelt, nicht an. Dagegen belegt er alle aussertalmudischen und nachtalmudischen Gesetze mit dem Namen ihrer Quelle oder ihres Gewährsmannes. Die gaonäische Literatur ist von Jakob b. Ascher ausgiebig verwertet worden, zum Teil ja schon durch Übernahme aus den Halachoth Alfasi's und dem Mischne Thora. Er scheint zweierlei Rezensionen des Siddur R. Amram vor sich gehabt zu haben ף und zitiert häufig Stellen aus dem Siddur des R. Saadja Gaon8). Aus der nachgaonäischen Literatur benutzt und zitiert Jakob b. Ascher — zumeist allerdings aus zweiter oder gar dritter Quelle — folgende Autoren und ihre Werke: R. Gerschom, sein Schüler Jehuda ha-Cohen, Josef Tob Elem, Raschi und seine Schüler, Samuel b. Me'ir, die Tossafisten Isak der Altere und der Jüngere, R. Tarn und sein Bruder Isak, R. Elchanan, R. Simson, Jomtob aus Joigny, Simson aus Coucy, R. Matatia, Samuel aus Evreux, R. Elia und R. Jechiel aus Paris, Perez b. Elia; ferner Elieser b. Nathan aus Mainz, Elieser aus Metz, Samuel b. Natronai, Elieser b. Joel ha-Levi, Ephraim aus Bonn, Simcha aus Speyer, Jakob ha־Laban, Jehuda der Fromme, Eleasar aus Worms, Isak Or Sarua, Meir aus Rothenburg, Chiskia aus Magdeburg4); dann die alten Mitglieder der italischen Familie der Kalonymiden, Isak b. Malki-Zedek und Jesaja b. Mali de Trani; von spanischen Gelehrten nach Maimonides, neben seinem Gegner Abraham b. David: *) M. Guttmann in Moses ben Maimon II, 330. *) Siehe מלאכי T ®d. Berlin 1856, II p. 133 b Nr. 33. s) Bondi, Der Siddur des B. Saadja Gaon (Beilage zum 1. Bechenschaftsbericht der Jüdisch-Literarischen ,Gesellschaft) S. 10. 4) Tut יו״ך Nr. 28:ספרי ה״ר חזקיהו.