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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1920-01-01 · XIII. (1920) · page 219

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIII. (1920)
Date
1920-01-01
Page
– (sequence 219)
Language
German
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IRI
…/3486266-3486291--5403-3491774
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168 Nehemja b. Isak b. Nehemja1), Schüler Ascher b. Jechiels, wurde bei seinem Aufenthalte in Toledo von Jakob.b. Ascher befragt, ob Gelehrte nach jüdischem Rechte steuerpflichtig seien• Er beantwortet die Anfrage unter Ausdrücken grösster Bescheidenheit2). Von Jakob b. Aschers Söhnen starb der gelehrte, gottesfurchtige und bescheidene Salomo im Nissan 1349 3), und von einer Tochter Jakob b. Aschers erfahren wir, dass sie durch unermüdlichen Fleiss ihre Familie ernährte, während ihr Mann und ihr Sohn sich dem Studium der Thora widmeten4). Für seine Söhne verfasste Jakob eine besondere Mahnschrift als geistiges Vermächtnis 5). In dieser Schrift erscheint uns der Baal ha-Turim in der ganzen Seelengrösse, seiner jüdischen Persönlichkeit. Aus jeder Mahnung spricht ein tiefer Ernst der Lebensauffassung und unerschütterliches Gottvertrauen, Glaubenstreue, die vor dem Tode nicht zurückschreckt, wenn es gilt, den göttlichen Namen zu heiligen. Menschenfreundlichkeit und Nächstenliebe, Mildtätigkeit gegen Arme und Fremde und selbstlose Aufopferung für jeden Nebenmenschen als heiligste Pflichten jüdisch-sozialer Ethik sind hier selbstverstündliche Voraussetzungen. Bei all seinem äusseren Elend, bei allen Sorgen um das tägliche Brot, war Jakob b. Ascher von allen Nichtigkeiten der Welt frei. Jeder Abergla*abe, der seine Zeit x) Jahrbuch xii, 281. — Die Alliteration כאשר טלטלני הזמן טלטלה, für Toledo, die Zunz in der Zeitschr. f. d. Wissenschaft des Judenthums 1822, 149 auf unseren R. Nehemja zurückführt, ist viel älter. Siehe z. B. Abraham b. Nathan aus Lunel in der Einl. zu seinem מנהע (ed. Goldberg, Berlin 1855 p. la). 2) Das Gutachten ist dreimal gedruckt. Siehe Jahrbuch XII, 291 Anm. 9. ’ s) Luzzatto, אבני זכרון P11 ״ Nr. 6; Zunz, ZG. 412. Daseihst p. 422 Ist Irrtümlich die Jahreszahl 1354 als Sterbedatum Salomo’s angegeben. 4) אבני זכחין P* 17 Nr. 46; Zunz, ZG. 419. ף Herausgegeben von S. Schechter im 9—377 ,1885 בית תלסח־. Siehe Weiss, דור דור ודורשיו.'V, 118 Anm. 4. — Jafcob b. Ascher hatte mindestens zwei Söhne, wie schon aus der Überschrift seines Testaments תוכחת ף,״ ך יעקב בן הרא״ש לבניו hervorgeht. Die Emendation von Weiss a. a. 0. in לבנו ■*t nicht angängig, obwohl alle Ermahnungen in der Einzahl, also anseheinend nur an eine Person gerichtet sind. Gleich die erste Mahnung K. Jakobs lautet: ו״ו יתירה לרבות אחיך הגדול!

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