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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1920-01-01 · XIII. (1920) · page 206

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIII. (1920)
Date
1920-01-01
Page
– (sequence 206)
Language
German
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bewunderungswürdigste Ereignis des grossen Yerfolgungsjalires 1391 hingestellt. ״Die würdige, auserlesene Schar vom Stamme Ascher b. Jechiels — heisst es bei den Chronisten1) — heiligte in Toledo den göttlichen Namen in der Öffentlichkeit am Tage des göttlichen Zornes, und auch Jehuda wurde dem Herkommen jener ״heiligen Familie*, die bei jeder Religionsverfolgung ihre Blutsteuer ent. richtete, nicht untreu.“ Mit Jehudas Märtyrertod erlischt — soviel wir wissen — die Familie der Ascheriden. Aus Jehuda b. Aschers II. literarischer Tätigkeit kennen wir, nur ein Werk 2חקות השמים), wahrscheinlich astronomischen Inhalts, das auch zitiert wird3). Jehuda hatte eine Reihe von Schülern, die zu den bedeutendsten Männern ihrer Zeit zählten: Isak b. Salomo b. Zadik ibn al-Chadib in Burgos4) ף Gedaija ibn jachja in שלשלת הקבלה *mter מיתת רבות a* 2) Steinschneider, Catalog Bodleiana p. 1291; Benjacob, Thesaurus 796 ח. — Die älteste Quelle, die von einer literarischen Tätigkeit Jehuda’s weiss, — Zacuto, 101 •1 יוחסין — kennt nur dieses eine Werk! Steinschneider sucht in der Bibliotheca Mathematica 1898 p. 9 das Werk unserem Jehuda b. Ascher II. abzusprechen. Die Gründe, die St. dafür vorbringfc, sind nicht beweiskräftig. Als Verfasser des Werkes חקת השמים nennen alle Chronisten übereinstimmend den Märtyrer Jehuda, so auch Zacuto in der Einleitung zu seinem חיבור (vgl* unten Anm. 3). Zu Emendationen," wie sie Steinschneider vornehmen will, liegt also keine Veranlassung vor, zumal gegen die Autorschalt Jehuda’s IL, der sich ebenso wie Jehuda I. wissenschaftlich betätigte, nichts einzuwenden ist. Steinschneider selbst bat sogar a. a. 0. gewichtige Gründe gegen die Autorschaft Jehuda b. Aschers I. angeführt. — Über הקת התורה, welches Jehuda II. zugeschrieben wird, siehe Weiss,דור דור ודורשיו V, 4. Auflage, S. 161 und unten S. s) Von Abraham Zacuto. Siehe Katalog Pinsker, מזכיר לבני רשף > Wien 1869, S. 22, 23. Vgl. Zeitschrift der deutseh-morgenländischen Gesellschaff XXV, 413; Steinschneider in der Bibliotheca Mathematica 1898 S. 9—10. 4) Seihe Biographie und eine Zusammenstellung seiner Werke gibt Stein- Schneider in der Bibliotheca Mathematica 1899 S.^ 2—7 und S. 37. Hinzuzufügen ist noch: Isak Alchadib stand mit Serachja ibnDanonin poetischem Briefwechsel, in dem er sich gegen Leute wandte, die dichteten, ohne etwas von der Poesie zu verstehen (cod. Montefiore Nr. 494, 4 nach Hirschfeld, Descriptive Catal. p. 154). Als Serachja während dieser Korrespondenz starb, verfertigte Isak für ihn eine Grabschrift (daselbst p. 111). Isak beschäftigte sich auch mit Bibelexegese; einige Proben derselben sind uns durch seinen Schüler Nissim al־Faradj erhalten (cod. München Nr. 246,1). Zu Steinschneiders Aufzählung von Alehadibs Werken ist noch die mathematische Schrift מעשה חושב hinzuzutügen, die nach de Rossi, Historisches Wörterbuch p. 35, und 4

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