Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIII. (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- – (sequence 152)
- Language
- German
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1Ö1 weigern, den Schächter Saraco zn bezahlen. Der Herr Chacham schlägt vor, die Schlächter sollen alljährlich einen solchen ft:eia für das Fleisch ansetzen, der ihnen erlaubt, mehr za verkaufen, denn dann würde auch der Bezug ans anderen Orten nachlassen. (Übersetzung.) Dem Vorstände ist bekannt geworden, dass einige deutsche Juden sich durch Vermittlung ihnen befreundeter Kattfleute um das Amt als beeidigte Makler bewerben; ferner, dass man hierorts mit der Absicht umgeht, die Zahl der Makler einzuschränken, und wir befürchten, dass infolgedessen, was Gott verhüte, viele der Unsrigen ausgeschlossen werden. Diese Angelegenheit wird sogar mit grossem Eifer betrieben. Unter den mit ihnen (den deutschen % Juden) getroffenen Vereinbarungen ist nun auch die, dass sie unsere Grenzen nicht verrücken (d. h. keinen Eingriff in unsere Beehte begehen) dürfen, und ihnen ist jedenfalls bekannt, dass dieses Amt nur uns zusteht. Überdies sind einige von innen so ruchlos und hinterlistig (inicos e tacanhos), dass, wenn irgend einer der Unsrigen ein Geschäft in Brasiltabak abgeschlossen hat, sie sich zur Zeit der Lieferung zum Besicht einfinden und die Qualität bemängeln, sodass das Geschäft rückgängig gemacht wird. Dann führen sie den Käufer anderswohin und treffen den Ah- Schluss, sodass auf diese Weise die Courtage ihnen zufiiesst. Der Herr Chacham wurde sofort beauftragt, mit ihren Vorstehern Bückspräche zu nehmen, damit diese sie verwarnen und ermahnen, von ihrem Vorhaben abzustehen. Wir werden nicht gestatten, und es ist auch nicht billig, dass sie etwas beanspruchen, was ihnen nicht gebührt. Sie sollen uns gleich morgen berichten, wie es sich mit der Sache verhält: andernfalls werden wir die uns angebracht erscheinenden strengen Massregeln ergreifen, sowohl nach unserem heiligen Gesetz wie auf Grund der von den Landesbehörden uns gewährten Befugnisse. Dem Ishac Mendes erteilt man eine scharfe Büge wegen der von seinem Sohne Manoel wiederum begangenen losen Streiche. (Übersetzung.) 3. Adar. In der Vorstandssitzung erscheinen die Herren H. H. Moseh Jsrael und Jacob Soportas nnd berichten über die von ihnen eilige-