Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1920-01-01 · XIII. (1920) · page 117

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIII. (1920)
Date
1920-01-01
Page
– (sequence 117)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3486266-3486291--5301-3491672
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

66 wer der Berechtigte ist. Namias erhebt hiergegen Ein wände; er wird jedoch angewiesen, jene Gegenstände binnen 2 Monaten bei dem Mahamad einzuliefern. Sarä da Silva klagt über ihre Not, da ihr Ehemann Manuel da S. sich von hier entfernt habe und sie zu ihm reisen wolle. Man bewilligt ihr M. 100.— unter der Bedingung, dass sie nicht wieder nach Hamburg zurückkehrt und hierfür einen Bürgen stellt. Der genannte Betrag soll ihr erst gelegentlich ihrer Einschiffung gezahlt werden. Dem Moseh Albo lässt man durch den Samas ankündigen, dass er Hamburg binnen 3 Tagen verlassen müsse. Ein ähnlicher Befehl ergeht an Jacob Jesurun aus Glukestate, der sich schon seit längerer Zeit ohne Erlaubnis des Vorstandes hier aufhält. 28. s. M. Auf Bitten des Joseph Jesurun will der Präsident gemeinsam mit dem Schatzmeister dem Natanel Abudiente zureden, in seiner Rechnungsangelegenheit mit J. Schiedsrichter zu erwählen, da letzterer andernfalls sein Recht bei dem Senat suchen werde. Durch Vermittlung des Herrn H. H. gibt die Frau des Manuel da Silva die feierliche Zusicherung ab, dass weder sie, noch ihr Ehemann, noch ihre sonstigen Angehörigen hierher zurückkehren werden. Auf Grund dieses Versprechens lässt man ihr die M. 100.— auszahlen. Der Familie des David Oefe (Oheb) wird, wegen ihrer grossen Bedürftigkeit, eine Unterstützung von M. 60.— gewilligt, die ihr durch den Herrn H. H. überreicht werden soll. Josua Abensur1) führt Klage über Jacob und Moseh de Cazeres. Ersterer habe ihn tags zuvor nach Beendigung des Abendgottes־ *) Abensur, richtiger Aben-Zur. Neuere Autoren pflegen diese arabische . Namenspartikel *Ibnu zu schreiben, was indes sowohl der mündlichen wie der schriftlichen Überlieferung widerspricht. Alle unsere Gemeinde- und Familienurkunden besagen Abendana, Abennatar, Abengabay u. s. w. Auch ältere Autoren, wie Menasse ben Israel, Buxtorf u. a., nennen den grossen Exegeten Aben Esra, nicht Ibn.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.