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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1918-01-01 · XII. (1918) · page 324

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XII. (1918)
Date
1918-01-01
Page
– (sequence 324)
Language
German
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IRI
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321 Gestatten Sie mir, lieber Freund, noch eine Bemerkung in Bezug auf Ihren Artikel. Ich muss mir auch überlegen, ob ich ihn so aufnehmen kann. Die Form, das müssen Sie mir eingestehen, passt besser für den חלוץ. Soll Ihr Name dabei genannt werden? Das wäre mir eher recht. Ich bitte Sie noch einmal, mir Ihre Meinung stets offenherzig zu sagen, tadeln Sie mich, aber versetzen Sie sich in meinen Gesichtspunkt. — Dass Ihnen Freudenthals Arbeit1) gefällt, freut mich. Ich bin neugierig, was Geiger dazu sagen wird, ob er auch etwas loben kann, was aus dem Seminar hervorgeht. — Meine Frau grüsst Sie bestens. Grüssen Sie Dr. Simon. * Ihr Freund Graetz. III. Breslau d. 22. Jan. 72. Geehrter lieber Freund! Mit Ihrem Brief haben Sie mir wohl und weh gethan. Sie haben mir damit gezeigt, dass Sie mir nicht zürnen, und haben mich an meine Sünde erinnert והוא מזכיר עון להתפש. Wie lange habe ich Ihnen nicht geschrieben! Es geht aber eigen damit zu, wenn man sich nicht beim Schopfe festhält zu schreiben, so kommt man nicht dazu. Die Monatsschr. macht mir viel Arbeit, wie Sie sehen, und jetzt muss ich sie bis Mai versorgen. Denn wenn kein Hinderniss eintritt, so gedenke ich אי״ה im Febr. nach Palaestina zu reisen. Verabredung habe ich mit meinen Freunden bereits getroffen. אם לא עכשיו אמתי! Ihre Theilnahme für meine Monatsschrift ist rührend, aber was soll ich anfangen, wenn Dünner mir nicht aushilft? Ich habe ihm allerdings angedeutet, dass er sich kürzer fassen möge, aber mehr darf ein Redakteur einem selbstständigen Mitarbeiter nicht sagen. Darf ich ihm Ihr Urtheil schreiben? Die מנהגים besitzt die Bibliothek nicht, und wird Ihnen dafür dankbar sein. In welcher Zeitschrift die Ff. Bücherconfiscation *) vorkommt, weiss ich augenblicklich nicht, auch nicht ob Jabionsky’s Gutachten3) abgedruckt ist. Ich bin so ziemlich aus den ף Die Flavius Josephus beigelegte Schrift: Über die Herrschaft der Vernunft, Breslau 1869. *) In den Jahren 1509 und 1510. 8) Christi. Theologe und Orientalist, 1660—1741. Jahrbuch J. L. G. XD. 21

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