Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XII. (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- – (sequence 244)
- Language
- German
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241 auch in den Werken anderer nicht erwähnt finden *), 80 ist uns doch der Erfolg seines Lebenswerks ganz erhalten geblieben: er bestand in der Erziehung seiner begabten Kinder, die er so leitete und leiten liess, dass das Judentum ihm einen seiner grössten Geistesträger verdankt: Ascher b. Jechiel. Ascher hatte zwei Brüder und sechs Schwestern2). Sein ältester Bruder war Chajim [b. Jechiel]3). Er ist gegen 12454) gehört nicht, wie Zunz, Zur Geschichte S. 127 und Benjacob אוצר הספרים» Buchst. 286 י und y 373 meinen, dem Vater, sondern dem Sohne B. Aschers an. Siehe Neubauer, Catal. Oxford cod; 2287, 6b. *) Dass er mit Meir aus Rothenburg korrespondiert hat, geht nirgends hervor. In Meir aus Rothenburgs RGA. Berlin S. 69 No. 521 handelt es sieh doch sicherlich um Jechiel aus Paris, nicht um unseren Jechiel, wie Kaminka in Winter und Wünsche, Die jüdische Literatur II S. 483 Anm. 2, meint. 2) Schechter im בית תלמיד a• a0 ־. 8) Brisch, Gesch. d. Juden in Cöln I S. 97 und Stern-Hoeniger, Das Judenschreinsbuch etc., S. 246—47 wollen ihn mit Chajim b. Jechiel חפץ זהב in Köln identificieren. Dies ist jedoch aus folgenden Gründen nicht angängig: a) Chajim b. J. חפץ זהב wird von Samuel ben Menaehem, einem Lehrer von Meir aus Rothenburg, um Bescheid gefragt (Meir a, Rothenburg RGA. Prag Nr. 188), muss also älter als Meir aus Rothenb. gewesen sein, während unser Chajim erst gegen 1245 geboren sein kann. Vgl. MS. 1885 S. 313. b) Ch. b. J. חפ<ז זהב berichtet Meir a. Rothenb. RGA. Prag No. 241 von Verhandlungen mit dem Kaiser [Rudolf] wegen der Auslösung R. Melrs aus Rothenburg (8. Back, (Meir b. Baruch I S. 74f.), ohne Ascher b. Jechiel auch nur zu erwähnen, während dieser doch bei den Verhandlungen die wichtigste Rolle spielte, c) Ascher gibt nach Chajim b. J. חפץ זהב e*n Gutachten ab, ohne irgendwie dabei zu erwähnen, dass dies sein Bruder sei (Ascher b. Jechiel RGA. No. 1011). d) Chajim b. J. לחפץ זהב welcher fast ununterbrochen vom Jahre 1266 an die Schreinsnoten in Köln unterzeichnet (vgl. Stern-Hoeniger a. a. 0.). scheidet 1292 aus dem Judenrate von Köln, ist also damals entweder ausgewandert oder gestorben, während unser Chajim bis zum Jahre 1314 lebt, u. zw. als Rabbiner von Köln. Übrigens sei noch bemerkt, dass חפץ זהב weder Liuvigild (Stern-Hoeniger, S. XXVI), noch der Name eines Werkes, welches Chajim oder sein Vater Jechiel verfasst haben soll (Michael 403 ־8 אלה>1ח No. 876), sondern eine — allerdings rätselhafte — abbrevierte Enphemie ist, denn das Original führt stets Punkte über den Buchstaben (siehe das Faksimile bei Stern-Hoeniger, Ende). 4) Chajim war älter als sein Bruder Ascher, im Jahre 1264 jedoch noch jung und unverheiratet, wie aus dem Berichte von seinem Neffen Jehuda h. Ascher (Schechter im 1885 בית תלמוד S. 374) hervorgeht.[ Jahrbuch J. L. G. XU IC