Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XI. (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- – (sequence 217)
- Language
- German
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197 Sein Sohn R. Cbajim sei aus der Ehre des Rabbinats gestossen und gezwungen worden, die Synagoge nicht zu betreten . . . Man sollte ihm keine Ehre erweisen, die dem Rabbiner gebühre. Chajim sollte gänzlich zurückgewiesen werden. Ganz Israel sagte, dass Gott für uns [die Partei Emdens] streite. Es wurde abgestimmt und am reinen Tische [der Synode] beschlossen, Euer Hochehrwürden [R. Jakob] die grosse Bitte zu schreiben, dass wenn R. J. [R. Jonatan] wieder zurückkehren will, ihr seine Rückkehr sofort annehmen und ihn freundlich aufnehmen sollt, auch dem R. J. [Jonatan] folgendes zu schreiben: »״Was vergangen ist, ist vergangen. Von nun an ist es mit Bannfluch der Rabbiner verboten, ein Amulett zu schreiben. Er soll diejenigen Rabbiner um Verzeihung bitten, deren Ehre er durch Worte des Stolzes und der Verachtung zu nahe getreten ist““. Indessen geriet die Angelegenheit in Verwirrung, mit der die Sekretäre [der Synode] beschäftigt waren. Man war durch Angeber gezwungen, dem grossen Herrn, dem Unterschatzmeister [der Krone] eine Busse von mehreren hundert Dukaten zu geben . . . auch die [Synodal־] Beamten ... infolge der Grösse der Last, die ihnen auferlegt wurde, Geld in einer kurzen Zeit zu beschaffen. Der mit mir verschwägerte edle R. Abraham, Präsident der Vierländersynode aus Lissa, versicherte mir glaubhaft: ״*Bereits habe ich einen Friedensbrief an Seine Ehrw. [Emden] in dieser Angelegenheit designiert. Auch fernerhin bin ich bereit, an ihn zu schreiben, aber Ihrer Wohlgeb. [R. Isaak b. Meir Eisenstadt] sind alle die unheilvollen Ereignisse bekannt, die über mich kommen. Wir hatten einen klaren Gedanken nur insoweit, dass wir ein Schreiben in der einem Manne wie ihm [R. Jakob E.] geziemenden Sprache abfassen konnten. Darin wurde eine Ueberein- Stimmung mit uns [R. Jakob E. und R. Isaak Eisenst.] erzielt, dass man ihn und seinen Sohn [Abraham aus Lublin und R. Chajim] in den Bann tun und seine Schmach durch öffentlichen Druck bekannt machen werde. Ich versicherte ihm, alle diese oben erwähnten Dinge Ihrer Hochehrw. [Emden] kund zu tun. Zum zweiten wollte er Se. Ehrw. den mit mir verschwägerten Rabbiner R. Mordechai in Lissa veranlassen, mit ihm gemeinsam die Angelegenheit zu betreiben. Ebenso wurde einstimmig auf der zweiten Versammlung in Brody beschlossen, gemeinschaftlich jeden