Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XI. (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- – (sequence 73)
- Language
- German
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53 Am 14. desselben. Es handelte sich um eine am Fasttage, 10. d. M., in der Synagoge stattgehabte Ruhestörung. Nach Untersuchung des Falles wurden die Delinquenten Semuel Esteves und David Ulhoa zu Geldbussen von Et. 6 respektive Et. 2 verurteilt. Am 17. s. M. weist der Präsident auf die Dringlichkeit bin, die Angelegenheit Glückstadt zum Abschluss zu bringen. Es werden daher die unter dem 10. d. M. genannten Herren vorgeladen. Dr. Baruch Nahamias erklärt sich bereit, seine Streitfrage mit Ishack Naar durch die Hahamim Moseh Israel und Sosportas entscheiden zu lassen. _ Am 17. desselben. Man besprach die Angelegenheit Glückstadt. Nach gehöriger Erwägung der verschiedenen pro und contra vorgebrachten Gründe, kam man dahin überein, dass es Sache des Vorstandes sei, sich mit dieser Angelegenheit zu befassen. Da nun Jeosua Barmoseh erklärt hatte, dass er sich dem unterwerfe, was der Vorstand bezüglich der Einrichtung des Gottesdienstes, Bewachung der Synagoge und in Hinsicht auf die Privilegien für gut befindet, wurde folgendes verfügt: 1. Er (Barmoseh) soll dieses sein Versprechen in gehöriger Form schriftlich abgeben, andernfalls werde der Vorstand ihn durch geeignete Mittel zu zwingen wissen, alles inneznhalten. 2. Da die Privileg-Urkunden sich in Glückstadt in einem Kästchen im Hause der Frau Ester de Cässerez befinden und auf Befehl des Präsidenten (von Glückstadt?) mit Arrest belegt sind (embarasados), soll Barmoseh gezwungen werden, dieselben freizugeben, so dass besagter Präsident gegen ihre Verwahrung und die Verfügung über dieselben nichts einzuwenden hat. Falls er nachweist, dass nicht er der Urheber dieses Arrestes ist, sondern dass irgend einer der Unsrigen diesen Fehler begangen hat, soll es Sache des Vorstandes sein, denselben zu bestrafen und znr Aufhebung des Arrestes zu zwingen. 8. Die Schlüssel der Synagoge sollen bis auf weiteres in Händen der Frau Sara Musaphia bleiben.