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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1916-01-01 · XI. (1916) · page 47

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XI. (1916)
Date
1916-01-01
Page
– (sequence 47)
Language
German
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27 Der Verdienst sei nur gering, und dieses Wenige werde nur mühsam und mit Gefahr für seine Person erworben. Ausserdem bezahle ihn die Mehrzahl der Gemeindemitglieder nicht.1) Der Vorstand redet ihm zu, von seinem Vorhaben abzustehen, sowohl wegen des Nutzens, den die ganze Gemeinde von ihm hat, wie auch wegen seines eigenen Vorteils. Br ist schliesslich einverstanden, in seiner bisherigen Eigenschaft hier zu bleiben; wogegen der Vorstand ihm verspricht, er werde von der Tebä bekannt machen lassen, dass alle, welche ihm schulden, ihn bezahlen sollen, und dass fortan alle, die sich seiner bedienen (mit Ausnahme der Armen der Hebrä und der allgemeinen Almosen-Empfänger), ihn für seine Tätigkeit zu entschädigen haben. Leute, welche nicht pünktlich im Zahlen sind, brauche er nicht eher zu bedienen, bis sie Zahlung leisten; er soll aber nicht wie bisher Kredit gewähren. Weigert sich jemand, ihn zu bezahlen, so soll er dem Vorstande Anzeige machen, der den Betreffenden dazu zwingen werde. 3. Ilul. Es findet, unter Hinzuziehung des früheren Mahamad, eine Sitzung statt, in welcher über ein von Mosd Gideon2) in Druck gegebenes Buch beraten wird. Da man der Ansicht ist, dass dieses Buch, welches von ״dem Ende der Tage“ handelt, uns bei Andersgläubigen schaden kann, wird beschlossen, die sämtlichen Exemplare dieses Buches, sowohl die gebundenen wie die gehefteten, einzuziehen. Dem Gideon lässt man sagen, er müsse bei Strafe der Berachä sämtliche Exemplare bei dem Präsidenten einliefern, dürfe aber das Manuskript behalten. Die Bücher sollen alsdann verpackt, versiegelt und im Kassenschrank der Gemeinde aufbewahrt werden bis zu der Zeit, die wir erhoffen und welche Gott bald herannahen lasse! Dann werde man sie ihm ausliefern. 1I Wie bereits früher erwähnt, übte dieser Lopez die Tätigkeit eines Heildieners aus, er Hess zur Ader usw. 2) Dieser Mose Gideon ist identisch mit dem aus Lissabon gebürtigen, bedeutenden Gelehrten Mose Gideon Abudiente, der u. a. eine vortreffliche hebräische Grammatik in portugiesischer Sprache verfasst hat (siehe Franz Delitzsch ״Geschichte der nachbiblischen jüdischen Poesie“). Vermutlich sind nicht alle Exemplare dieses Werkes ״Fin de los dias“ d. h.קץ ד\םץ der Konfiskation verfallen, da doch Kayserling es in seiner ״Biblioteca“ aufführt

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