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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1916-01-01 · XI. (1916) · page 44

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XI. (1916)
Date
1916-01-01
Page
– (sequence 44)
Language
German
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IRI
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24 22. Tamus 5426. R. Natan Moises bittet den Vorstand um Hilfe fiir einen bejahrten Durchreisenden, welcher früher reich gewesen, jetzt aber verarmt und sehr verschämt sei. Demselben sollen 2 Rt. gewährt werden. In der Sitzung erscheinen HH. Mosö Israel und David Senior, um über ihre Tätigkeit in Glückstadt zu berichten: Sie haben zunächst alle veranlasst, freundschaftlich mit einander zu verkehren und sich zu einigen. Laut Verabredung sollen, bis zum nächsten Rossanä, David de Cäseres als Parnas und Abraham Gomez als Gabay fungieren, denen alle zu gehorchen versprachen. Sie würden sich alle morgens und abends, zur Zeit des Gottesdienstes, in der Esnoga einfinden, bei Strafe von einem Schilling (placa) für jedes Versäumnis. Mit David Jesurun sei vereinbart worden, er solle sein Amt als Chasan sowie den Torä- Unterricht an seine Talmidim sehr pünktlich wahrnehmen, für welche Aemter man ihm wöchentlich einen Risdaldre geben werde. Mit Buben B. Jegiel (Jechiel) vereinbarte man, er solle das Amt als Schochet und Samas der Synagoge ausüben und hierfür alljährlich 40 Bt. erhalten; ferner an Miete für das Badehaus von jetzt bis Ende 5427 acht Bt. — Um nun diese Kosten sowie die Ausgaben an Oel und Wachs für die Synagoge und ausserordentliehe Anforderungen zu bestreiten, seien, niedrig veranschlagt, über 450 M. erforderlich. Sie (die Berichterstatter) haben nun vorgeschlagen, an Gemeindebeitrag doppelt soviel zu erheben wie bisher und solchen, wie hier üblich, auf die Spenden zu verrechnen. Dieser Beitrag (finta) belaufe sich auf 250 M., was mit der Miete aus dem Gemeindehause und dem Bethajim (der Einnahme für dasselbe) in Höhe von 50 M., zusammen 300 M. ergibt, sodass ihnen noch 50 Bt. fehlen. Ferner sei vereinbart worden, dass, zur Tilgung der rückständigen Schuld an den seligen Semuel de Caseres, sowohl David wie Abraham de Caseres die Hälfte ihres Beitrags zurückbehalten und nur den Mehrbetrag für die Gemeinde-Ausgaben zahlen sollen. — Der hiesige Vorstand beschliesst nun, nach ״Glückstadt“ zu schreiben, man möge die Rechnungen derjenigen (Personen) in hiesiger Gemeinde einsenden, welche dort noch schulden, um dieselben zur Zahlung zu veranlassen; auch

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