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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1916-01-01 · XI. (1916) · page 34

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XI. (1916)
Date
1916-01-01
Page
– (sequence 34)
Language
German
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14 welche, nach dessen Angabe, dem verstorbenen Dr. de Lima gehören, während die Frau, die Kinder und der Schwiegersohn des letz־ teren, Pereira, unter feierlichem Eide erklären, hiervon nichts zu wissen. A. beantragt ein Aufgebot, damit diejenigen, welche wissen, wem die Pfänder gehören, bei Strafe der Berachä hiervon Anzeige machen. Schliesslich übernimmt es der HH. mit de Lima’s zu sprechen und, wenn möglich, eine Einigung herbeizuführen. Semuel Curiel legt im Aufträge des Dr. Pereira dem Vorstande dar: Mit dem erfolgten Ableben des sei. Abraham Senior Teixa^ habe das Salär aufgehört, welches dieser dem Dr. P. für Behandlung und Besuch der Kranken der Hebrä gewährte. Man möge beschliessen, dass ihm dasselbe Salär von 20 Rt. fortan für Rechnung der Gemeinde gezahlt werde. Der Vorstand hält es für richtig, dieses Amt zwischen Dr. Pereira und Dr. Jeosua da Fonseca zu teilen, da letzterer ebenso bedürftig (necessitado) und nicht minder würdig sei. Die beiden Genannten sollen abwechselnd je 6 Monate fungieren und sich, falls einer von ihnen verreist oder unpässlich ist, gegenseitig vertreten. Hierfür erhalten sie fortan je 10 Rt. pro anno aus der Gemeindekasse. Gott gebe, dass sie dieses Gehalt beziehen, ohne dass wir ihrer bedürfen! Jacob Namias de Castro, welcher sich bei den vorjährigen Unruhen und Verurteilungen gelegentlich der Komödien der Gemeinde1) verdient gemacht und sich noch unlängst, in Ver־ anlassung der bei der Beerdigung des Abr. Senior Teixa^ stattgehabten Brutalitäten, an die Oberalten sowie an den Senat gewandt hat, soll, da ihm bisher keine Anerkennung hierfür geworden, 50 M. erhalten. Sollte man seiner in Zukunft wieder be- *) Comedias da n a $ ä o. Hier erfahren wir ganz nebenher, dass, wie vordem in der Gemeinde בית יעקב zu Amsterdam, woselbst am שבועות des Jahres 5384 der ״Diälogo de los montes“ aufgeführt worden war, auch in der Hamburger Gemeinde theatralische Aufführungen veranstaltet wurden. Diese ״Comedias“, von denen Kayserling in seiner Biblioteca Espanola-Portuguezajudaica eine grossere Anzahl anführt, behandelten, wie nicht anders zu erwarten ist, Episoden aus der Bibel wie z. B. die Geschichte (acobs und Esaus oder sonstige biblische Themata.

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