Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- X. 1912 - 5673 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- – (sequence 430)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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- Wrocław 3× ep/1002369
- Brzeg 1× ep/1044274
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366 versität Breslau, welches ich dank der freundlichen Erlaubnis des derzeitigen Rektors derselben, Herrn Geh.-Rat Prof. Dr. Arnold, benutzen konnte, die Namen der aus der heutigen Provinz Posen und dem ehemaligen Grosspolen stammenden jüdischen Medizin- Studenten zunächst bis zum Jahre 1830 folgen1). 1812: Jacob Galewsky, 23 Jahre, aus Wierusch, Herzogtum Warschau, Sohn des Kaufmanns Moses Galewsky, vorgebildet auf dem Elisabeth-Gymnasium zu Breslau. 1813: Jacob Selig Remak, 21 Jahre alt, Vater Kaufmann in Posen, vorgebildet auf dem Elisabeth - Gymnasium zu Breslau2). 1814: Siegfried Engelmann, 19 Jahre, Vater Kaufmann in Inovraclaw, vorgebildet auf dem Magdalen. zu Breslau; Marcus Jacoby, 18 Jahre, aus Posen, vorgebildet auf einer Privatschule; David T. lamm (?) aus Kalisch, 172/ג Jahre, vorgebildet auf dem Magdalen. zu Breslau, Vater Lieferant Moses T. lamm (?). 1818: Ludovicus Fürstenthal, 21 Jahre, Sohn des Kaufmanns Joseph Fürstenthal in Posen. 1819: Bernhard Gura (vielleicht Gurau), 20 Jahre, Vaterstadt Posen, Sohn des Kreisphysikus Dr. J. Gura in Kempen, vorgebildet auf der Schule3) zu Brieg; A. Rosenstein, 23 Jahre, aus Labschin (wohl Labischin), vorgebildet auf der Schule in Berlin. 1820: Tobias Scherek, 21 Jahre, Sohn des Fabrikanten Leiser Löbel Scherek in Posen, vorgebildet auf einer Schule in Berlin. 1823: Samuel Catt, 18 Jahre, Sohn des Schneidermeisters Joseph Catt in Posen, besuchte die Schule daselbst, geprüft von der Examinations-Kommission. *) In der Vorlage ist bei jedem Namen die betreffende Religion angegeben, also auch die jüdische; es kann also in dieser Beziehung kein Zweifel obwalten. Diejenigen, die während des Studiums vom väterlichen Glauben abfielen oder die zu einem andern Fach übergingen, habe ich in obiges Verzeichnis nicht aufgenommen. Es wäre m. E. sehr wünschenswert, wenn auch aus den handschriftliehen Matrikeln anderer Universitäten derartige Zusammenstellungen, aber ohne Beschränkung auf die medizinische Fakultät, gemacht würden. a) Ohne Zweifel derselbe, der später in seiner Vaterstadt als Arzt praktizierte und 1840 als dortiger Hausbesitzer gelegentlich erwähnt wird. (Staatsarch. Posen: Pos. C VII Aa 8, vol. 6, Bl. 125.) 3) Unter ״Schule*1 wird wohl hier stets eine höhere Lehranstalt, in der Regel ein Gymnasium, zu verstehen sein.