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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1913-01-01 · X. 1912 - 5673 (1913) · page 371

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
X. 1912 - 5673 (1913)
Date
1913-01-01
Page
– (sequence 371)
Language
German
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307 die einzelnen Bücher in Privat- oder Synagogenbesitz, andere gingen ganz verloren. Unser Kodex kam zufällig in die Brno- Schul und da fand ihn der Krakauer Babbinatsassessor und Kritiker Chaim Nathan Dembitzer, der aus ihm im Jahre 1872 hebräische Auszüge, eine Art hebräische Inhaltsangabe, machte und auf eine günstige Zeit wartete, um sie zu edieren. Inzwischen erkrankte er, sein Freund, Schüler und Erbe seiner literarischen Hinterlassenschaft F. H. Wettstein fand die Notizen des Meisters und edierte sie unter anderen in Graebers אוצר הספרות Jahrgang IV unter dem gemeinsamen Titel קדמוניות מפנקסאות ישנים לקורות ישראל בפולין בכלל ובקראקא בפרפו (Sonderabzug Krakau 1892). Dembitzer schrieb am Ende des Pinax folgende Bemerkung העתקתי קצת מפנקס זה, יום די' ביב מרחשון תרל״ב לפ״ק פה קראקא, חיים נתן דעמביצער מקראקא♦ Wettstein hatte den Pinax samt Bemerkung nicht in Händen, meinte, die Inhaltsangabe Dembitzers sei der vollkommene Text und schritt zur Edition. Die Nummern 2—7 in den קדמוניות sind eben die Aufzeichnungen Dembitzers, bei denen Wettstein die Bemerkung macht, dass sie Abschriften aus einem alten Pinax seien, der in der Bmo-Scbul auflag und von Dembitzer benutzt worden sei. Sind die Notizen Dembitzers so verworren gewesen oder warf sie Wettstein so durcheinander, genug, dass die Inhaltsangabe eine ganz andere Ordnung als der Kodex hat und sehr verworren und durcheinander geworfen ist. Welches Unheil eine derartige Edition sogar in den Händen eines solch strikten Forschers wie Wettstein her vorrufen kann, möge das einzige Beispiel beweisen, mit dem wir die Einleitung schliessen wollen: Wie oben gesagt, schliesst der Pinax mit dem Datum יזם ב' פ* גי תצא שנת שס׳יו לפיק, nachher folgt eine viel spätere Notiz eines anderen Schreibers über das Nadelgeld der Gesamtjudenschaft Polens. Wettstein schleppt das Datum zu der nachfolgenden Notiz heran, sodass der Beschluss betreffs des Szpilkowe ein ganz fremdes — unbegründetes — Datum bekommt (Wettstein Nr. 7) ע״ד המתנה שפילקאווי להמלך יום ב״ פ' כי תצא שנת שס״ו לפיק. Wie sollte es Wettstein anders machen können, wenn Dembitzer selbst im selben Jahrgang des 1892) אוצר הספרות S. 203 Anmerkung) aus seinen eigenen Aufzeichnungen denselben Beschluss mit demselben Datum (1606) angibt? Die Angaben solcher Männer wie Wettstein und Dembitzer genügten, um dem Fehler das Bürger- 20*

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