Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- X. 1912 - 5673 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- – (sequence 257)
- Language
- German
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Sprachliches und Sachliches aus dem Talmud.*) Ton Rabbiner Dr. H. Ehrentren in München. XLIX. Chulin 51a wird folgendes erzählt. Im Lebrhaus des Abbaji wurde der Fall von מחט שנמצאת בעובי בית הכוסות — wenn in den Wänden des Netzmagens, der sogenannten Haube, von innen eine Nadel steckt — erörtert. Da sagte Hab Safra, ein Gelehrter sei aus Palästina angekommen, ואמר ר׳ עוירא שמני, er sagte: ״R. Awira ist mein Name“, und erzählte, es sei ein solcher Fall einmal vor Rabbi gekommen, bei dem die Nadel nur in der inneren Wand sich befand und noch nicht nach aussen gedrungen war, und dennoch habe Rabbi es für טריפה erklärt. Abbaji fand dies sehr auffallend und liess den Mann ersuchen zu ihm zu kommen, um Näheres darüber zu erfahren. Dieser weigerte sich jedoch, dem Rufe Folge zu leisten. Darauf begab sich Abbaji zu ihm. Er fand ihn oben auf dem Söller sitzend und bat ihn herunterzukommen. Auch dieser Bitte gegenüber verhielt er sich ablehnend. Es blieb dem Abbaji nichts übrig, als sich zu ihm hinaufzubemühen und ihn um nähere Details zu befragen. Darauf sagte er: ״Ich war מפטיר כנסיות bei dem grossen Rabbi. R. Huna aus Sephoris und R. Jose aus Medien sassen vor ihm, da kam ein solcher Fall vor, dass eine Nadel in der inneren Wand der Haube steckte; er betrachtete sie von der äusseren Seite und ד Vgl. Jahrbuch IV, 141-168, VI, 55-104, Vlll, 1-34, IX, 1-44. Jahrbuch J. L. Cr. X. 13