Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- X. 1912 - 5673 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- – (sequence 67)
- Language
- German
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3 eine ״Derascha" hielt, die in die Worte ausklang: *Wenn ich einmal gross bin, will ich auch in der Altneuschul darschenen“ *). Von seinem sechsten bis zu seinem zwölften Jahre* 2) genoss er den Unterricht des Rabbi Mosche Katz Rofe, dem er Zeit seines Lebens rührende Dankbarkeit und Anhänglichkeit bewahrte und dem er im Jahre 1792 einen ergreifenden Nachruf hielt; durch die Aufnahme dieser Trauerrede in seine Sammlung von Deraschoth setzte er dem geliebten Lehrer ein ehrendes, unvergängliches Denkmal3). In seinem zwölften Jahre führte sein Vater ihn seinem einstigen Lehrer R. Meir Fischeis4) zu♦ Zwei Jahre lauschte Eleasar den Vorträgen dieses scharfsinnigen Gelehrten; es war eine Zeit harter Arbeit, denn er musste Tag und Nacht rastlos arbeiten, um die geistreiche Dialektik seines Lehrers ganz zu erfassen♦ Dreizehn Jahre alt, kam er an die Schule Ezechiel Landaus, hier verblieb er 10 Jahre und wurde dank seiner ausserordentlichen Begabung und seinem unermüdlichen Eifer der Lieblingsschüler und Hausgenosse dieses bedeutendsten Lehrers der damaligen Zeit5). Aus der Zahl seiner Studienkollegen hebt er ganz besonders Rabbi Michel Austerlitz Halewi hervor6). In seinem 17. Jahre heiratete er Esther, die Tochter des angesehenen und gelehrten Jomtob Bondi, des Sohnes des ob seiner Gelehrsamkeit und Askese gefeierten Abraham Bondi, des Freundes R• Jonathan Eibenscbütz’ und Antipoden Ezechiel Landaus. Durch diese Heirat erstreckt sich die Verwandtschaft Eleasar Fleekeles’ neuerdings auf eine Familie von altem Ruf und Jichus. Seine Frau brachte ihm *) זברון אלעזר S. 10. ג) Die folgenden biographischen Daten sind zumeist den Einleitungen zu ע״ח und ת״מ entnommen. 3) עולת חרש ג׳ דף ג״ח. 4) Um die Bedeutung des ausserhalb Prags viel zu wenig gekannten Meir Fischeis zu kennzeichnen, sei eine Stelle aus dem Nachrufe, den ihm Ezechiel Landau hielt, angeführt. Er sagte: הנני מעיד לבם שבנגלה הי׳ הבס ברבנו משה בן מיי מון .. ובנסתר הי, במו הרב האלקי הר״י לודיא. Vgl. שיחה בין שגת תק״ס לשנת תקס״א S. 32. 5) Wie sehr Ezechiel Landau Eleasar Fleckeies schätzte und liebte, zeigen die Überschriften der vielen Responsen, ganz besonders auch seine Approbationen zu Fleckeies’ 'עולת הדש א' ב. Fleckeies vergötterte seinerseits geradezu seinen Meister, vgl. besonders die beiden Trauerreden, die er ihm hielt» in עולת חדש ג, ע״א. 6) Vorrede zu ע״ה א׳.