Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IX. 1911 - 5672 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 511)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/3486266-3486283--4014-3490381- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
419 einer geborenen Prinzessin von Württemberg, während ihres Breslauer Aufenthaltes und liess sich in Lissa nieder, wo er 183» oder 1836 starb. ״Ein trefflich veranlagter Arzt, eine abenteuerliche Natur, die ihr Talent weder praktisch noch scbriftstellerisch in angemessener Weise zu verwerten verstand״, sagt ein fachmännisches Urteil über ihn1). Der zu Schottland bei Danzig 1758 geborene Dr. Lewin Joseph Hirsch war Prosektor an der Königsberger Anatomie und Direktor des dortigen Hebammeninstituts, um das er sich hohe Verdienste erwarb, die ihm des Königs Anerkennung eintrugen. Er wurde ״als Arzt und Accoucheur von Christen und Juden sehr geschätzt und hat so viel zu thun dass ihm kaum eine Erholungsstunde übrig bleibt״.. Er starb 1823 in Königsberg2). Wenn auch kein geborener Grosspole so hatte doch vielfache Beziehungen hierher der 1660 in Prag geborene Josef, Sohn des berühmten Bibliographen und Druckers Sabbatai Bass. Seine Mutter war eine Lissaerin. Der Vater, ein geborener Kalischer, der zwischen 1674 und 1679 in Kalisch, Krotoschin (wo er seine letzte Buhestätte fand), Lissa und Posen sich aufhielt, nennt ihn 1702 einen ״erprobten Arzt״. Damals war Josef in Dyhernfurth, 1700 in Auras bei Breslau. Ein undatiertes ספר סגולות ורפואות über Amulette und sympathetische Rezepte gegen verschiedene Krankheiten erschien um jene Zeit in ihrer Dyhernfurther Offizin3). In einem zu südpreussischer Zeit (1793—1806) begründeten P 0 s e n e r Verlage erschien eine Reihe medizinischer Schriften des Arztes Meyer Abrahamson (A. Meyer). Anscheinend bat er sonst zu Grosspolen keine Beziehungen, denn er ist 1764 in Hamburg geboren, promovierte 1783 in Göttingen und war sodann bis zu seinem Tode (1817) in Hamburg als Arzt tätig. Sein Vater ג) Schlesische Provinzialblätter, Breslau 1797, Band 25 S. 191, Jahrbuch zur Belehr, und Unterhalt. (Beil, zum jüd. Volks- und Hauskalender), Breslau 1898, Jahrg. 46 S. 43 ff., Graetzer, Lebensbilder hervorrag. schles. Aerzte, Breslau 1889, S. 175, Hirsch, biogr. Lexikon VI 353. 2) Davidson, über die bürgerliche Verbesserung der Juden, Berlin 1798, S. 96, Jolowicz a; a. O. S. 117 f. 3) מגני ארץ, Dyhernfurth 1702, Vorwort: בהר״ד יוסף יצ״ז יקרא תפא אזמן, Monatsschrift 1896, S. 479 Anm. 8, 518 Anm. 2, 565, 573 Anm. 6. Das Ge• burtsdatum verdanke ich H. Dr. Brann-Breslau.