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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1912-01-01 · IX. 1911 - 5672 (1912) · page 510

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IX. 1911 - 5672 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 510)
Language
German
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418 Vor 1818 war die heilige Bruderschaft der Lissaer in Leipzig tätig und unterstützte dort arme kranke Landsleute 1). XVII. Im achtzehnten Jahrhundert werden einige Grosspolen, die ihre Kunst ausser Landes ausübten, namhaft •gemacht. Hirsch Wolf, 1738 in Lobsens geboren, promovierte 1779 in Giessen, praktizierte in Altona und 1786 bis 1788 in Hamburg. Er ist Verfasser einer ״Verteidigung der frühen Beerdigung der Juden“, Hamburg 1788, und von Abhandlungen über das spanische Fliegenpflaster, über die Blattern, über die Lebenskraft, über das Wesen des Fiebers, über den tierischen Magnetismus und von Krankengeschickten2). Elias Henschel wurde 1754 in Kempen geboren und war in Breslau Arzt, wo seine Tätigkeit viel Anerkennung und hohes Lob erntete. Trotz ausgebreiteter beruflicher Arbeit und regen literarischen Schaffens entzog er der jüdischen Literatur und den Angelegenheiten des Judentums nicht sein Interesse. Er starb 1843 in Breslau3). Des oben genannten Kali sehe r s Mose Enkel soll Dr. Zadig gewesen sein4). Sein Vater ist aber erst 1727, und zwar in Haradenka in der Walachei, geboren. Zadig erblickte 1764 in Breslau das Licht der Welt, vollendete 1788 in Halle seine medizinischen Studien, praktizierte in Bauske in Kurland, seit 1794 in Breslau, verliess hier 1802 den Glauben der Väter, war 1807 Leibarzt Jdrome Bonapartes und seiner Gemahlin, 1J Freimann, Gesch. der jüd. Gern. Ostrowo S. 17. *) Mitteilungen der Gesellsch. f. jüd. Volkskunde XII 62, |ew. Enc. XII 548 f. 3) Mitteilung des H. Dr. Brann-Breslau über Kempen als Geburtsort, Avigdor Lewi, הותם תבנית, Wien 1797, Samostz, אש דת, Breslau 1834 und נהר מעדן das. 1837 Subskribentenverzeichnisse, באור מלות הד״גיון להרמב״ם, Breslau 1828, Subskribentenverzeichnis, ln der Monographie Davidsons »Dr. Elias Henschel“, Breslau 1837, sowie bei Hirsch, Biographisches Lexikon III 159 (und hiernach in few. Enc. VI 350) wird Breslau als Geburtsort angegeben. Anscheinend zu seinem siebzigsten Geburtstage verfasste R.). Fürstenthal das im Meassef, Sammlung von Reden und Gedichten, Breslau 1829, S. 104 ff. veröffentlichte deutsche und hebräische Gedicht. Vielleicht ist H. derselbe, der 1792 als Mitglied des Curatoriums der Breslauer Wilhelmsschule zeichnet (Monats* Schrift 1896 S. 373). Seine Grabschrift s. David Samostz, רעות מדין, Breslau 1843, S. 48. 4) Carmoly, histoire des medecins juifs S. 234.

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